Der Wiener Platz, ein Ort, der in Köln-Mülheim oft in den Schlagzeilen steht, hat mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Politische Diskussionen und gesellschaftliche Herausforderungen sind an der Tagesordnung, oft begleitet von Themen wie Schmutz, Drogen und Gefahren. Doch der Initiativkreis Wiener Platz hat sich zusammengefunden, um genau das Gegenteil zu beweisen und die positiven Seiten dieses wichtigen Knotenpunkts in Mülheim ins Rampenlicht zu rücken. Julia Wellmann, die Sozialraumkoordinatorin für Mülheim-Nord, hebt hervor, wie zentral dieser Platz für die Gemeinschaft ist. Der Initiativkreis möchte ihn als einen Ort begreifen, der nicht nur ein Durchgangsort ist, sondern ein echtes Wohnzimmer für die Nachbarschaft.

Die Idee für diesen Initiativkreis entstand aus einer Stadtteilkonferenz, die im Juli stattfand und sich speziell mit dem Wiener Platz beschäftigte. Hier wurde ein Folgetreffen vereinbart, um gemeinsam an der Zukunft des Platzes zu arbeiten. Ab jetzt wird es regelmäßig Vernetzungstreffen geben, bei denen jeder eingeladen ist, Ideen und Vorschläge einzubringen. Man kann sich nicht nur austauschen, sondern auch Verbündete finden, um den Platz aktiv mitzugestalten. Wer Interesse hat, sollte sich per E-Mail anmelden – ein einfacher Schritt, um ein Teil dieser aufregenden Initiative zu werden.

Aktionen für ein schöneres Mülheim

Die Initiative „Ach wie schön – der Wiener Platz macht sich schön“ ist ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Jeden letzten Mittwoch im Monat wird der Platz von Müll und Taubenkot befreit, und die frische Luft, die nach der Reinigung einzieht, ist einfach unvergleichlich. Christiane Klingenburg-Steinhausen, eine der treibenden Kräfte hinter der Reinigungsaktion, betont, wie wichtig es ist, die positiven Seiten des Platzes zu zeigen. Und tatsächlich, Georg Brandt von der Bürgervereinigung Köln-Mülheim hat das Ziel, den Platz in ein neues Licht zu rücken. Er sieht die schönen Punkte und möchte, dass auch andere sie wahrnehmen.

Ein besonderes Highlight steht Ende August an: Das partizipative Friedens-Kunst-Camp „faci paci baci“ des Kollektivs Mythen der Moderne wird am Wiener Platz stattfinden. Das verspricht eine interessante Mischung aus Kunst und Gemeinschaftsarbeit, die den Platz noch mehr beleben könnte. Der Initiativkreis ist offen für neue Ideen und Möglichkeiten, den Wiener Platz als lebendigen Treffpunkt zu gestalten.

Ein Platz für alle

Was den Wiener Platz so besonders macht, ist das Engagement der vielen verschiedenen Initiativen, Vereine und Privatpersonen, die zusammenarbeiten, um ihn zu unterstützen. Der Initiativkreis möchte ein selbstwirksames Netzwerk schaffen, in dem jeder seinen Platz hat und aktiv mitwirken kann. Die Idee, den Platz als Wohnzimmer von Mülheim zu begreifen, ist dabei nicht nur ein schöner Gedanke, sondern auch eine konkrete Vision, die durch die gemeinsamen Aktionen und das regelmäßige Zusammenkommen der Bürgerinnen und Bürger immer mehr Gestalt annimmt. Am Ende wird der Wiener Platz vielleicht zu einem Ort, an dem Nachbarn nicht nur zufällig vorbeigehen, sondern sich bewusst treffen, austauschen und zusammen erleben.

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Heute, am 1. Juli 2026, kann man spüren, dass der Wiener Platz in Mülheim einen Wandel durchlebt. Die Menschen kommen zusammen, um nicht nur zu reden, sondern um Hand anzulegen und etwas zu bewirken. Es ist schön zu sehen, wie eine Gemeinschaft sich zusammentut, um einen Ort zu schaffen, der für alle da ist. Wenn das nicht nach einem lebendigen Stadtteil klingt!