Köln im Hitzestress: Stadtbibliotheken schließen vorzeitig und bieten Rat für heiße Tage
Die Sonne brennt gnadenlos auf Köln herab, und das hat Auswirkungen auf die Stadtteilbibliotheken. Am Freitag, dem 26. Juni, und Samstag, dem 27. Juni, heißt es: „Schluss für heute!“ Alle Bibliotheken schließen bereits um 14 Uhr. Aber das ist nicht alles – auch schon am Donnerstag, dem 25. Juni, war um 14 Uhr Schluss. Veranstaltungen, die nach diesem Zeitpunkt geplant waren, wurden abgesagt. Man könnte meinen, die Bibliotheken haben sich entschieden, der Hitze den Rücken zu kehren.
Ein Blick auf die Öffnungszeiten zeigt, dass die Stadtteilbibliotheken Kalk und Rodenkirchen ebenfalls um 14 Uhr dichtmachen. Lediglich das Interim der Zentralbibliothek auf der Hohe Straße bleibt regulär von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Für alle, die vielleicht mit Mahnentgelten konfrontiert sind: Es gibt die Möglichkeit, sich an den Kundenservice oder die jeweilige Stadtteilbibliothek zu wenden. Am Montag, dem 29. Juni, bleibt allerdings alles zu – dieser Tag wird als einheitlicher Schließtag für alle Stadtteilbibliotheken eingeführt. Eine bemerkenswerte Entscheidung, die zeigt, dass die Stadtverwaltung auf die Herausforderungen der Klimaveränderung reagiert.
Tipps und Hilfe in der Hitze
Für die Kölner gibt es jedoch auch Unterstützung in dieser drückenden Zeit. Das Hitzeportal der Stadt Köln (zu finden unter www.stadt-koeln.de/hitzeportal) bietet laufend aktualisierte Informationen und Tipps zum richtigen Verhalten bei extremer Hitze. Besonders ältere Menschen, Babys und Personen mit Vorerkrankungen sollten vorsichtig sein. Das Hitzetelefon des Gesundheitsamtes steht bereit, um kostenlose Beratungen über die gesundheitlichen Risiken von Hitze anzubieten.
Verhaltenstipps und die Broschüre „Der Hitzeknigge“ helfen, sich auf Hitzewellen vorzubereiten. Und keine Sorge, für die schattensuchenden Kölner gibt es eine interaktive Karte, die „Kühle Orte in Köln“ zeigt. Hier können Bürger*innen selbst schattige Plätze und Abkühlungsmöglichkeiten eintragen. So wird das Hitze-Management in Köln nicht nur von oben, sondern auch von der Bevölkerung selbst gestaltet.
Der Hitzeaktionsplan der Stadt
Köln hat sich mit einem umfassenden Hitzeaktionsplan (HAP) auf die steigenden Temperaturen eingestellt. Der Plan hat das Ziel, die Auswirkungen extremer Temperaturen auf gefährdete Gruppen wie ältere Menschen und Kinder zu minimieren. Im vergangenen Jahr wurden bereits 36 Maßnahmen umgesetzt, um die Lebensqualität in der Stadt, auch bei drückender Hitze, aufrechtzuerhalten. Dabei geht es unter anderem um die Schaffung kühler Rückzugsorte und die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Risiken von Hitze.
Die Stadtverwaltung hat eine dauerhafte Arbeitsgruppe gebildet, die rund um das Thema Hitzeplanung arbeitet. Die Situation ist ernst: Studien zeigen, dass die Sterberaten während Hitzeperioden steigen und der Bedarf an medizinischer Versorgung zunimmt. Daher ist es wichtig, dass solche Maßnahmen nicht nur für die Zukunft geplant sind, sondern bereits jetzt greifen. Und die Kölner können sich aktiv daran beteiligen – das Hitzeregister ermöglicht beispielsweise offizielle Hitzewarnungen per SMS oder E-Mail.
Wie man sieht, ist es kein Spaß, wenn die Temperaturen in die Höhe schießen. Die Stadt Köln geht die Sache besonnen und proaktiv an und stellt sicher, dass auch während der Hitzewellen die Bevölkerung gut geschützt ist. Ein guter Schritt, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen – denn wir alle wissen, dass die Hitze nicht nur ein vorübergehendes Phänomen ist.
