Der Breslauer Platz, der Hinterhof unseres Kölner Hauptbahnhofs, hat in letzter Zeit nicht gerade den besten Ruf. Man könnte sagen, er ist wie ein ungeliebter Verwandter, den man lieber meidet. Mit Uringeruch und menschlichen Fäkalien hat er sich als wahres Sorgenkind entpuppt. Um dem ein Ende zu setzen, hat die Deutsche Bahn im Rahmen einer Frühjahrsputzaktion kräftig angepackt. Und das nicht nur hier in Köln – bis Juni 2023 sollen insgesamt 1.400 Bahnhöfe in Deutschland von einem Reinigungsprogramm profitieren. Die Reinigung am Breslauer Platz wird von Conti-Park durchgeführt, und das ist nur der Anfang!
Oberbürgermeister Torsten Burmester hat klar gemacht, dass Sauberkeit nicht nur eine einmalige Aktion sein kann. Es ist eine Daueraufgabe! Sie ist wie das tägliche Zähneputzen – ab und zu reicht einfach nicht aus. Fünf Kölner Bahnhöfe wurden im Stationsbericht 2025 sogar als „unzumutbar“ eingestuft. Damit unser Hauptbahnhof, der schließlich das Aushängeschild der Stadt ist, nicht dazu gehört, wird jetzt ordentlich aufgeräumt.
Ein klares Bekenntnis zur Sauberkeit
Die Sauberkeitsoffensive der Deutschen Bahn hat das Ziel, das Wohlbefinden beim Reisen zu steigern. DB-Chefin Evelyn Palla betont, wie wichtig der erste Eindruck ist. Das kann man nicht oft genug wiederholen, denn der Hauptbahnhof ist der erste Kontaktpunkt für viele Reisende. In diesem Jahr werden in Köln und an 24 weiteren Bahnhöfen rund 50 Millionen Euro in Sicherheit und Sauberkeit investiert. Das Sofortprogramm umfasst nicht nur zusätzliche Reinigungen, sondern auch eine verstärkte Präsenz von Sicherheitskräften. Tatsächlich wurde die Anzahl der Sicherheitskräfte am Kölner Hauptbahnhof um ein Viertel erhöht. Das ist doch mal ein Zeichen!
Außerdem werden die Frühjahrsputzaktionen nun auf 1.400 Bahnhöfe ausgeweitet, was eine Verdopplung im Vergleich zu 2025 bedeutet. Die Reinigungsmaßnahmen sind dabei umfassend: Bahnsteige, Treppen, Tunnels – alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird unter die Lupe genommen. Graffiti und Kaugummis haben ebenfalls das Nachsehen. Ein weiteres Highlight – und das ist wirklich praktisch – sind die neuen mobilen DB-Handwerksteams, die für schnellere Reparaturen sorgen. Diese Teams werden sukzessive rekrutiert, damit die Bahnhöfe nicht nur schön, sondern auch funktionsfähig bleiben.
Ein Blick in die Zukunft
Die sicherheitstechnischen Maßnahmen sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Aktuell sind etwa 11.000 Kameras an Bahnhöfen im Einsatz, um die Sicherheit zu erhöhen und Straftaten zu verhindern. Das Sicherheitsgefühl der Passagiere ist ein zentrales Anliegen, und man merkt, dass hier ernsthaft investiert wird. Die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei zur Ausstattung weiterer Bahnhöfe mit Kameras und Videotechnik zeigt, dass die Verantwortlichen handeln.
Was das alles für Kölner bedeutet? Ein sauberer, sicherer Bahnhof, der nicht nur als Verkehrsknotenpunkt, sondern auch als einladender Raum für alle Bürger und Reisenden fungiert. Die Frühjahrsputzaktionen sind nur der Anfang einer umfassenderen Initiative, die das Erscheinungsbild unserer Bahnhöfe bis 2026 nachhaltig verbessern soll. Irgendwie fühlt man sich schon jetzt besser, wenn man an einem strahlend sauberen Kölner Hauptbahnhof ankommt oder abfährt. So macht Reisen doch gleich viel mehr Spaß!