Heute ist der 20.05.2026 und die Vorfreude auf den „Cologne Pride“ ist spürbar. Von 19. Juni bis 5. Juli wird Köln wieder im Zeichen der Vielfalt erstrahlen. Die Organisatoren Jens Pielhau und Martin Hommel vom Verein „Cologne Pride“ haben ein beeindruckendes Programm auf die Beine gestellt, das in diesen unsicheren Zeiten mehr denn je benötigt wird. Die zunehmende Feindseligkeit gegen queere Menschen weltweit, auch hier in Deutschland, lässt uns nicht kalt – es ist ein Thema, das uns alle betrifft.
Das Motto hat sich gewandelt: Von „Für Menschenrechte – Viele. Gemeinsam. Stark.“ zu „Für Queerrechte – Viele. Gemeinsam. Stark.“ Ein starkes Zeichen! Es wird gefordert, Artikel 3 des Grundgesetzes um „sexuelle und geschlechtliche Identität“ zu erweitern und es braucht eine finanzielle Absicherung für Einrichtungen, die queere Menschen unterstützen. Zudem muss die Bekämpfung von Hasskriminalität und Hatespeech endlich ernst genommen werden. Das ist nicht nur eine politische Forderung, sondern ein Aufruf zur Solidarität.
Ein buntes Programm für alle
Das Programm für den „Cologne Pride“ ist umfangreich: Rund 125 Veranstaltungen stehen auf der Liste! Darunter Stadtrundgänge, Lesungen, Gedenkveranstaltungen und natürlich die legendären Partys. Die Eröffnung findet am 19. Juni um 18 Uhr auf dem Elogiusplatz statt, und das wird ein Fest! Sandstrand, Bar und Lounge – was will man mehr? Am 3. Juli wird dann die offizielle CSD-Eröffnungsparty in der Wolkenburg gefeiert, mit Künstlern, die für Stimmung sorgen werden.
Das Straßenfest selbst hat sich vergrößert! Auf 18.800 Quadratmetern wird gefeiert, und die Augustinerstraße wird neu integriert. Ein Familienbereich wird eingerichtet, und für die FLINTA*-Personen gibt’s den neuen „Les-Beats DJAne Tower“ in der Pipinstraße. Auf der Hauptbühne am Heumarkt wird es Auftritte von verschiedenen Künstlern und spannende Podiumsgespräche geben. Ein Fest für die Sinne und ein Ort der Begegnung!
Sicherheit und Zusammenhalt
Doch inmitten all dieser Freude gibt es auch Sorgen. Yvonne Fahrenholz, eine 43-jährige queere Frau aus Köln, äußert ihre Ängste vor möglichen Gefahren bei den CSD-Veranstaltungen. Rechtsextreme Angriffe auf queere Events nehmen zu, und das ist alarmierend. Das Sicherheitskonzept für den CSD in Köln wurde deshalb drastisch überarbeitet – die Anzahl der Sicherheitskräfte wurde im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Die Sicherheitskosten sind im Vergleich zu 2017 sogar zwanzigmal so hoch!
Im letzten Jahr gab es bereits Vorfälle, die uns wachsam machen sollten. Ausländerfeindliche Äußerungen und das Abreißen von Regenbogenfahnen durch mehrere Männer lassen die Sorgen wachsen. Aber die Polizei Köln sieht aktuell keine konkreten Gefährdungen für den CSD in unserer Stadt. Das ist ein kleiner Lichtblick. Die Veranstalter betonen die gute Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden und haben zusätzliche Maßnahmen getroffen, wie ein „Awareness-Zelt“, das Unterstützung bei Problemen bietet.
Ungeachtet der Herausforderungen – die Teilnehmerzahlen werden voraussichtlich ähnlich hoch sein wie im Vorjahr: Über 60.000 Menschen und 240 Wagen und Gruppen sind angemeldet. Es ist ein starkes Zeichen des Stolzes und des Widerstands gegen Einschüchterung! Yvonne Fahrenholz plant, trotz ihrer Ängste, am CSD teilzunehmen. Eine mutige Entscheidung, die zeigt, dass die Gemeinschaft zusammenhält.
Die Vorfreude auf den „Cologne Pride“ ist groß, und die Kölner Innenstadt wird zum Schauplatz einer bunten, lebendigen Feier für mehr Akzeptanz und Sichtbarkeit. Lasst uns gemeinsam für queere Rechte einstehen und zeigen, dass wir stark sind – viele, gemeinsam, stark!