Zukunft ungewiss: Gymnasium Rondorf in der Warteschleife
Heute ist der 13.07.2026, und in Rodenkirchen stehen die Pläne für das neue Gymnasium in Rondorf auf der Kippe. Eine Rückfrage von Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksvertretung Rodenkirchen sorgte Ende April für Aufregung. Die Frage, wann die Schulbauten im Neubaugebiet Rondorf Nordwest endlich beginnen würden, wurde von der Verwaltung kurzerhand in ein „ob“ umformuliert. Das hat nicht nur bei den Grünen, sondern auch bei anderen Fraktionen für Irritation gesorgt. Es ist nicht nur ein fader bürokratischer Schachzug – da brodelt ganz schön was im Kessel!
Ein Gymnasium in Rondorf? Die Entscheidung wurde von Anfang an als fragwürdig angesehen. Der Schulausschuss hielt sich hartnäckig an einen umstrittenen Ratsbeschluss, der in der Öffentlichkeit auf gemischte Resonanz stieß. Die Mehrheit der Schulleiter, Politiker und Eltern spricht sich für eine Gesamtschule aus. Und hier steht das Gymnasium Rondorf (GyRo), das vor zwei Jahren im Interim neben der Gesamtschule Rodenkirchen gestartet ist. Der Umzug nach Rondorf ist für 2029 geplant, aber ob das alles so glatt läuft?
Sanierungsbedarf und ungewisse Zukunft
Das Gymnasium Rodenkirchen, das dringend sanierungsbedürftig ist, soll nach Rondorf ausgelagert werden. Eine umfassende Sanierung ist hierbei das große Thema. Die Gymnastikhalle, die Sporthalle und der Pavillon müssen abgerissen werden – da bleibt kein Stein auf dem anderen! Die Verwaltung spricht von „umfassender Sanierung“, aber die Baugenehmigung für das neue Gymnasium läuft bereits 2030 aus. Und wie es aussieht, ist die Fertigstellung bis dahin alles andere als sicher.
Ein weiterer Stolperstein: Alle Möglichkeiten für Schulprojekte wurden aufgrund fehlender Finanzierung gestoppt. Unklare Vertragsverhandlungen machen die Situation nicht besser. Und währenddessen ist das Nachbargrundstück bereits an einen anderen Investor vergeben – ein echtes Dilemma, das die Problemlösung erschwert. Amtsleiter Hubertus Tempski äußert Bedenken zur Kapazität des GyRo am Interimstandort. Die drängende Frage bleibt: Wie kann man die termingerechte Fertigstellung des Gymnasiums Rondorf sicherstellen, um negative Auswirkungen auf das Gymnasium Rodenkirchen zu vermeiden?
Politische Gespräche als Ausweg?
Die Situation erfordert dringend Fachgespräche mit lokalen Politikern, Vertretern der Gebäudewirtschaft und Schulentwicklungsbeauftragten. Der Druck steigt, um die Probleme zeitnah zu klären, denn die Schüler und die Eltern warten nicht. Es ist kein Geheimnis, dass die Schulbauprojekte im Kölner Süden neuerlicher Konsensfindung bedürfen. Es bleibt also spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden – die Frage nach den Schulbauten wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen.
