Heute ist der 10.07.2026 und ich sitze hier in Rodenkirchen, um über ein Thema zu schreiben, das uns alle betrifft – Armut und die Art und Weise, wie unsere Gesellschaft damit umgeht. Dirk Bachhausen, ein Mann, der sich leidenschaftlich für soziale Gerechtigkeit einsetzt, hat klare Worte gefunden, die zum Nachdenken anregen. Er kritisiert die Idee, aggressive Bettelvorfälle über die digitale Meldefunktion „Sag’s uns Köln“ an den Kommunalen Ordnungsdienst zu melden. Das klingt doch irgendwie absurd, oder? Menschen in Not durch eine App zu melden, als wären sie ein lästiges Problem, das schnell behoben werden kann. Bachhausen warnt davor, solche sozialen Notlagen ordnungspolitisch zu behandeln und damit bettelnde Menschen aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen.

Es ist nicht nur eine Frage der Ordnung, sondern auch der Menschlichkeit. Er nennt es eine Politik des Wegschauens, wenn wir Menschen in Armut als Störung behandeln. Die Forderung, sie per App zu melden, ist für ihn einfach falsch. Bachhausen spricht sich dafür aus, Belästigungen, Bedrohungen oder Straftaten ernst zu nehmen – das ist wichtig. Aber dabei sollten wir nicht vergessen, dass die Probleme an der Wurzel angepackt werden müssen. Er fordert eine moderne, menschenwürdige Sozialpolitik mit mehr Streetwork, niedrigschwelligen Hilfsangeboten, psychosozialer Unterstützung, sicheren Schlafplätzen und Zugang zu Hygiene und medizinischer Versorgung.

Ein Blick auf die Realität

Wenn man ehrlich ist, betteln Menschen nicht aus Freude. Es ist oft die letzte Möglichkeit, die sie haben, um über die Runden zu kommen. Bachhausen kritisiert die Sprache der Debatte, die arme Menschen wie ein logistisches Problem behandelt. Und hey, das ist Köln – mehr als nur Einkaufsstraßen und Außengastronomie! Hier sollte Platz für soziale Verantwortung und Empathie sein. Die Stadt kann mehr sein, als nur ein Ort für Konsum.

Die politische Ausrichtung von Volt, für die Bachhausen einsteht, vereint Sicherheit und soziale Verantwortung. Das ist ein Ansatz, der nicht nur die Symptome verwaltet, sondern auch die Ursachen bekämpfen möchte. Klare Regeln gegen Belästigung und Gewalt sind wichtig, aber genauso unerlässlich ist echte Hilfe und Prävention. Die App zur Meldung von Armut? Für Bachhausen ist das kein Fortschritt – vielmehr ein Armutszeugnis für eine Politik, die nicht hinsehen will.

Soziale Gerechtigkeit in Europa

Ein weiterführender Blick lässt uns erkennen, dass das Problem nicht nur lokal, sondern auch global ist. Die Europäische Kommission setzt sich für soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit in Europa ein. In den letzten Jahren haben Krisen wie die Pandemie und wirtschaftliche Turbulenzen den Lebensstandard vieler Europäer beeinträchtigt. Über 88 % der Bürger halten ein soziales Europa für wichtig. Und es gibt einen klaren Handlungsbedarf: Mangel an erschwinglichem Wohnraum, fehlender Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und die drückende Armut sind Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen.

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Die EU plant Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und zur Verbesserung der sozialen Gerechtigkeit. Stärkung der Solidarität zwischen Bürgern und der Schutz der Rechte von Minderheiten sind nur einige der Prioritäten. Ein sozialeres Europa bis 2030 ist das Ziel, und wir sollten alle daran mitarbeiten. Wenn jeder fünfte Mensch in Europa von Armut betroffen ist, müssen wir handeln – und das nicht nur mit Apps, sondern mit echtem Engagement und einem offenen Ohr für die Menschen, die Hilfe brauchen.