Das Kölner Festungsmuseum in Marienburg ist ein Ort, der Geschichte lebendig werden lässt. Nach zwei langen Jahren, in denen das Museum aufgrund von Sanierungsarbeiten am Zwischenwerk VIII b nur eingeschränkt zugänglich war, wird es jetzt wieder zum Leben erweckt. Und das gleich mit einem ganz besonderen Anlass: Der Bau des Museums feiert seinen 150. Geburtstag! Ein beeindruckendes Jubiläum, das die Bedeutung dieser Festung für die Verteidigung des Rheins als Lebensader Kölns würdigt. Ehrlich gesagt, ganz schön beeindruckend, wenn man bedenkt, wie viel Geschichte hier steckt.
Am Sonntag, dem 7. Juni, findet der 23. Tag der Forts statt. Ein Event, das man sich nicht entgehen lassen sollte! Neben geführten Rundgängen, die auch speziell für Kinder konzipiert sind, wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Georg Ruppert, ein Mitglied des Vorstands von CRIFA (Kölner Institut für Festungsarchitektur), hat die Veranstaltungen vorgestellt. Und das Beste? Die Teilnahme ist kostenlos!
Ein Blick in die Geschichte
Der Tag der Forts wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Köln, dem Kölner Festungsmuseum und ehrenamtlichen Helfern organisiert. CRIFA hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der militärischen Bauten zu erforschen, die der preußische Staat nach der napoleonischen Besatzung bis ins 20. Jahrhundert errichten ließ. Um den Inneren Festungsring gruppieren sich 14 Forts und neun Lünetten; der Äußere Festungsgürtel wurde ab 1873 mit zwölf Forts und 23 Zwischenwerken ergänzt. Das Zwischenwerk VIII b, das nun wieder im Fokus steht, ist übrigens das am besten erhaltene Überbleibsel des Verteidigungswalls. Eine kleine Zeitreise, die uns in die Vergangenheit führt!
Nach 1919 mussten viele Festungsanlagen – wie wir wissen – gemäß dem Versailler Vertrag abgerissen werden. Glücklicherweise blieben einige Bauwerke dank Konrad Adenauer erhalten. Diese Relikte stehen heute unter Denkmalschutz und sind ein wichtiger Teil unseres kulturellen Erbes. Der Tag der Forts bietet kostenlose Führungen, Vorträge und Wanderungen rund um diese beeindruckenden historischen Stätten. Es ist also eine perfekte Gelegenheit, etwas Neues zu entdecken!
Vorbereitung auf ein Abenteuer
Für die Teilnehmer gilt: Festes Schuhwerk, eine Taschenlampe und wettergerechte Kleidung nicht vergessen! Denn das Wetter kann hier in Köln ja manchmal eine Überraschung parat halten – wie ein Schauer, der plötzlich vom Himmel prasselt. Aber hey, ein bisschen Abenteuer gehört dazu, oder? Der Denkmaltag für neuzeitliche Festungsanlagen wird traditionell am ersten Junisonntag begangen. Und das ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern hat sich mittlerweile zu einem paneuropäischen Projekt entwickelt, an dem auch Länder wie Polen, Frankreich und die Niederlande teilnehmen. Ist das nicht spannend?
Das Programm für den Tag der Forts ist online abrufbar unter www.tag-der-forts.de. Wer also mehr über die geschichtsträchtigen Festungsanlagen erfahren möchte, der sollte sich das nicht entgehen lassen. Man muss nur einmal über die Schwelle des Museums treten, um zu spüren, wie viel Geschichte hier in den Mauern steckt. Und vielleicht wird man ja selbst zum Geschichtenerzähler, wenn man diese Erlebnisse mit Freunden und Familie teilt.