Villa Afra: Vom Schützenhaus zur Sorgenstätte – Einbruch und Verfall in Köln-Poll
Einbruchalarm in Köln-Poll! Die Villa Afra, einst ein stolzes Schützenhaus der St. Sebastianus & Afra Schützenbruderschaft Köln e.V., steht im Fokus der Aufmerksamkeit – und das aus den falschen Gründen. Nach einem erneuten Einbruch, der die Nachbarschaft in Aufregung versetzt hat, schwillt der Unmut über den Zustand des geliebten Gebäudes an. Unbekannte haben sich Zugang verschafft, und der Verfall der einst blühenden Sport- und Vereinsanlage ist nicht zu leugnen. Das Gelände ist überwuchert von Unkraut und Müll, während sich unbefugte Personen dort niederlassen. Ein Bild des Schreckens, das die Bruderschaft und die Anwohner gleichermaßen besorgt macht.
Die Bruderschaft sieht in diesem Vorfall nicht nur einen Einbruch, sondern eine Konsequenz jahrelangen Versagens der Stadt Köln. Ein eklatanter Missstand, der bereits am 9. März 2026 ein vorheriges Mal mit Sachbeschädigungen zu beklagen hatte. Der Vorstand der Bruderschaft ist sich einig: So kann es nicht weitergehen! Die Stadtverwaltung und das Sportamt scheinen ein blindes Auge zuzudrücken, während die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen in der Umgebung auf dem Spiel steht. In ungesicherten Bereichen des Geländes lauern Gefahren durch die marode Substanz und die Müllansammlungen. Ein Zustand, der nicht nur für die Bruderschaft, sondern auch für die gesamte Nachbarschaft ernste Probleme mit sich bringt.
Forderungen und Kritik
Dirk Bachhausen, Volt-Direktkandidat für die Landtagswahl 2027, hat sich dem Thema ebenfalls angenommen. Er kritisiert die Stadt Köln scharf und fordert sofortige Maßnahmen. „Die Stadt tritt das Ehrenamt mit Füßen und lässt die Villa Afra bewusst verkommen“, so seine eindeutigen Worte. Bachhausen fordert von der Verwaltung Transparenz bei der Gefahren- und Risikobewertung des Geländes. „Was ist hier eigentlich los?“, fragt er und zielt dabei auf die letzte Kontrolle der Anlage, die durchgeführten Sicherungsmaßnahmen und die entstandenen Schäden. Ein Aufruf, den viele aus der Nachbarschaft unterstützen. Sie fühlen sich im Stich gelassen und sind genervt von der Gleichgültigkeit der Behörden.
Die Forderungen der Bruderschaft sind klar: Sofortige Sicherung des Geländes, eine gründliche Risikobewertung und Maßnahmen, die den Gefahren für die jungen Leute in der Umgebung entgegenwirken. Die Bruderschaft verlangt nicht nur eine Klärung der Verantwortung für Einbrüche und Vandalismusschäden, sondern auch eine Überlassung der Anlage an einen Verein oder eine gemeinnützige Organisation. Es gilt, die Villa nicht nur in Sicherheit zu bringen, sondern auch ein Konzept für die künftige Nutzung zu entwickeln, das der Gemeinschaft zugutekommt.
Kölner Einbruchstatistik im Blick
Ein Blick auf die aktuelle Einbruchstatistik zeigt, dass die Situation in Nordrhein-Westfalen besorgniserregend ist. Im Jahr 2025 gab es 82.920 Wohnungseinbrüche, ein Anstieg von 5,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Das ist der vierte Anstieg in Folge! Die Aufklärungsquote liegt erschreckend niedrig bei 14,1 %. Das lässt erahnen, wie viele Fälle wie der in der Villa Afra möglicherweise im Dunkeln bleiben. Gerade in Großstädten sind die Sicherheitsrisiken aufgrund hoher Bevölkerungsdichte und sozialer Gegensätze besonders ausgeprägt.
Die Nachbarn und die Bruderschaft fordern nicht nur ein schnelles Handeln, sondern eine grundlegende Wende. Die Stadt Köln muss sich ihrer Verantwortung bewusst werden und die Villa Afra nicht länger im Stich lassen. Es ist höchste Zeit, dass die Stadtverwaltung und das Sportamt aufwachen und dem Verfall Einhalt gebieten, bevor die Villa endgültig zur Ruine wird. Ein Ort, der einst lebendig war und Gemeinschaft gefördert hat, darf nicht zum Sinnbild des Missmanagements werden.
