Kölns neue Oase für stillende Mütter: Ein Schritt in die kinderfreundliche Zukunft
In der lebhaften Stadt Köln gibt es eine neue, bemerkenswerte Entwicklung, die nicht nur stillende Mütter, sondern auch alle, die Wert auf eine kinderfreundliche Umgebung legen, erfreuen dürfte. Seit kurzem ist Köln offiziell als „Stillfreundliche Kommune“ anerkannt. Dies geschah im Rahmen einer Initiative des Deutschen Hebammenverbands und des Hebammenverbands NRW, die sich für mehr Unterstützung, Akzeptanz und Sichtbarkeit von stillenden Personen einsetzen. Es ist durchaus eine erfrischende Nachricht in einer Zeit, in der öffentliche Stillorte oft noch ein Tabuthema sind.
In allen Kölner Bürgerämtern wurden spezielle Stillgelegenheiten eingerichtet, die eine ruhige Atmosphäre bieten. Hier können Mütter in Ruhe stillen, ohne sich beobachtet oder unwohl zu fühlen. Die Räume sind mit Sitzgelegenheiten, Wickeltischen und sogar kostenfreien Getränken ausgestattet. Zudem sind diese Stillgelegenheiten durch auffällige Logos gekennzeichnet, und Schilder an städtischen Gebäuden führen die Besucher zu diesen Rückzugsorten. Wer sich fragt, wo genau man diese Oasen der Ruhe findet: Im Bezirksrathaus Innenstadt etwa stehen zwei Räume zur Verfügung, in denen Mütter ungestört stillen können. Weitere Stillgelegenheiten sind auch in den Bezirksrathäusern von Rodenkirchen, Lindenthal, Ehrenfeld, Nippes, Chorweiler, Porz, Kalk und Mülheim zu finden.
Ein Ort für Mütter und Kinder
Der Zugang zu diesen Stillgelegenheiten ist unkompliziert gestaltet. In der Regel erfolgt er über ein Eingangsmanagement oder durch eine Anmeldung an der Infotheke. Das macht es für frischgebackene Mütter deutlich einfacher, einen geeigneten Ort zum Stillen zu finden, ohne sich großartige Gedanken über die Umgebung machen zu müssen. Und ganz ehrlich, das ist ein echter Gewinn für alle Beteiligten. Die Initiative ist nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern zeigt auch, wie wichtig es ist, stillenden Frauen einen geschützten Raum zu bieten.
Die Bedeutung von Stillen wird auch von der Landesregierung unterstrichen, die in einer kürzlich veröffentlichten Broschüre praktische Hinweise für Kommunen bereitstellt, um die Rahmenbedingungen für stillende Frauen in der Öffentlichkeit zu verbessern. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hebt die gesundheitlichen Vorteile des Stillens hervor – sowohl für die Mütter als auch für die Kinder. Das langfristige Ziel ist es, die Stillrate zu erhöhen, damit mehr Mütter und Säuglinge von den zahlreichen Vorteilen des Stillens profitieren können. Und das sind nicht gerade wenig: Geringeres Risiko für Atemwegserkrankungen, Allergien, Typ-2-Diabetes und sogar Adipositas sind nur einige der Pluspunkte, die das Stillen mit sich bringt.
Weltstillwoche 2025 und mehr
Ein weiteres Highlight ist die bevorstehende Weltstillwoche, die 2025 vom 29. September bis zum 5. Oktober stattfindet. Diese Woche wird seit 1991 von der World Alliance for Breastfeeding Action (WABA) organisiert und steht unter dem Motto „Du entscheidest. Nicht die Werbung.“ Damit wird ein klarer Appell an alle gerichtet, die Mütter in ihrer Entscheidung zu unterstützen und auf die Wichtigkeit des Stillens aufmerksam zu machen. Die Broschüre der Landesregierung wird regelmäßig aktualisiert und bietet Kommunen wertvolle Unterstützung beim Schaffen stillfreundlicher Strukturen. Hierzu gehört unter anderem die Schulung von Personal in Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, was die Sichtbarkeit und Akzeptanz von stillenden Frauen in der Öffentlichkeit weiter fördern soll.
Insgesamt zeigt Köln mit dieser Initiative, dass es sich um eine Stadt handelt, die nicht nur für ihre kulturellen Highlights bekannt ist, sondern auch für ihre familienfreundlichen Maßnahmen. Der Weg zur Stillfreundlichkeit ist zwar noch lang, aber mit jedem Schritt kommen wir dem Ziel näher, dass stillende Mütter sich überall wohlfühlen und akzeptiert werden. Ein Hoch auf die stillenden Mütter in Köln und all die, die sich für diese wichtige Initiative einsetzen!
