Es ist ein ganz normaler Tag hier in Porz, doch der Einsatz von engagierten Menschen sorgt dafür, dass er alles andere als gewöhnlich ist. Der Ortsverband Porz des Technischen Hilfswerks (THW) hat im Park von Haus Monika der Alexianer Köln einen Sinnesparcours angelegt, der vor allem jüngeren Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen zugutekommt. Diese Initiative stammt von Kirsten Weller, der Pflegedienstleitung der Alexianer Pflegeeinrichtungen, und zielt darauf ab, Bewegung, Aktivierung und Teilhabe im Alltag zu fördern. Holz, Steine, Sand, Erde und verschiedene Bodenstrukturen kommen zum Einsatz – und das macht den Parcours zu einem Erlebnis, das auf vielfältige Weise entdeckt werden kann: ob gehend, tastend, spürend oder auch im Rollstuhl. Einfach klasse, wie hier Barrieren abgebaut werden!

Die Porzer Bürgerstiftung unterstützt dieses Projekt, das Teil des größeren „Aktionstags für die Wirtschaft“ ist. An diesem Tag, der Unternehmen, Vereine und engagierte Menschen zusammenbringt, werden Mitarbeiter freigestellt, um in sozialen Einrichtungen ehrenamtlich Projekte zu realisieren. Seit 2018 sind bereits über 150 Projekte mit mehr als 1300 Teilnehmern umgesetzt worden. In diesem Jahr sind 26 Projekte mit 23 Einrichtungen und 26 Unternehmen sowie engagierten Privatpersonen auf die Beine gestellt worden. Das ist wirklich beeindruckend!

Ein Blick auf den Aktionstag

Der nächste „Aktionstag für die Wirtschaft“ steht bereits vor der Tür! Am 12. Juni 2026 findet die neunte Auflage statt, und Moritz Freiherr von Eltz-Rübenach wird die Schirmherrschaft übernehmen. Diese Initiative, organisiert von der Porzer Bürgerstiftung, zielt darauf ab, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und zu vernetzen. Es geht um das persönliche Engagement der Mitarbeitenden, die von ihren Unternehmen freigestellt werden. Dabei hat sich die Familie von Eltz-Rübenach seit der Gründung der Porzer Bürgerstiftung im Jahr 2009 als treue Unterstützer erwiesen. Ihr Engagement für den Aktionstag unterstreicht, wie wichtig der Zusammenhalt in der Gemeinschaft ist.

Christiane Weigand, die Vorstandsvorsitzende der Porzer Bürgerstiftung, lobt die Initiative und das Engagement von Moritz von Eltz-Rübenach. Durchschnittlich 20 Projekte und 100 bis 150 Mitarbeitende aus Porzer Unternehmen tragen jedes Jahr dazu bei, die soziale Landschaft in Porz zu bereichern. Und das ist nur der Anfang! Digitale Informationsangebote für interessierte Unternehmen und soziale Einrichtungen sind bereits für Anfang Dezember geplant.

Gesellschaftliche Verantwortung im 21. Jahrhundert

Der Aktionstag und die vielen Projekte, die er ermöglicht, stehen im Kontext einer größeren Bewegung hin zu mehr gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie Klimawandel und Armutsbekämpfung, erfordern gemeinschaftliche Anstrengungen. Die Bundesregierung fördert seit vielen Jahren die Corporate Social Responsibility (CSR) und hat 2010 eine systematische CSR-Politik ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, Unternehmen zu unterstützen, internationale Sozial- und Umweltstandards einzuhalten, auch wenn im Produktionsland keine entsprechenden Gesetze existieren.

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Die Einführung des deutschen Lieferkettengesetzes ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Unternehmen mit mehr als 3000 Beschäftigten müssen seit Anfang 2023 für die Menschenrechte in ihren Lieferketten Verantwortung übernehmen. Ab 2024 gilt dies bereits für Firmen mit 1000 Beschäftigten. Diese Gesetzgebung zeigt, wie wichtig es ist, dass Unternehmen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial und ökologisch verantwortungsvoll handeln.

All diese Initiativen und Projekte in Porz sind nicht nur ein Zeichen für den lokalen Zusammenhalt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zu einem größeren gesellschaftlichen Wandel. Die vielen engagierten Menschen, die sich auf dem Aktionstag und in sozialen Projekten einbringen, zeigen, dass wir gemeinsam viel bewegen können. Und das ist doch eine tolle Sache, oder?