Heute ist der 7.06.2026 und wir werfen einen Blick in das kreative Schaffen eines ganz besonderen Kölner Künstlers: Jens Ochel. In seinem Atelier, das sich im Keller seines Hauses in Köln-Dellbrück befindet, sprudeln seit 20 Jahren die Ideen, die dann auf die Leinwand fließen. Farben, die zum Leben erwachen, Emotionen, die in jeder Pinselstrich mitschwingen. Ochel beschreibt den Malprozess als einen Dialog mit der Leinwand, in dem er Gefühle ausdrücken kann, die er oft nicht in Worte fassen kann – und das ist ein ganz besonderer Zauber!

Er ist ein Autodidakt, der ständig neue Facetten des Malens entdeckt. Seine Leidenschaft für die Kunst entstand eher zufällig, als seine Frau ihm Farben schenkte und er anfing, mit ihnen zu experimentieren. Ein bisschen wie ein Kind im Süßwarenladen, oder? Das Ergebnis dieser Experimente sind bunte, große Werke, die mit fließenden, intensiven Farben bestechen. Über 200 Werke hat Ochel mittlerweile geschaffen, darunter auch schlichte Bilder und Collagen.

Kreativität im Keller

Der Malprozess ist für Ochel etwas ganz Besonderes. Er beginnt oft intuitiv mit Pinseln, Spachteln oder einfach nur seinen Fingern. Dabei entstehen zufällige Figuren, die im Laufe des Schaffensprozesses akzentuiert werden. Es ist dieser kreative Fluss, der ihn antreibt! Der Künstler hat die Freiheit, sich von den Farben leiten zu lassen, ohne konkrete Vorstellungen vom Endergebnis zu haben. Man könnte sagen, dass die meisten seiner Werke eine Art künstlerische Improvisation sind, die oft zwischen Abstraktion und Expressionismus pendeln.

Klar, manchmal muss man sich auch mit dem Gewöhnlichen auseinandersetzen. Ochel hat nach seinem VWL-Studium und einer Promotion im Bereich der Wirtschaft zunächst in diesem Bereich gearbeitet – ein ganz anderer Weg als der, den er jetzt beschreitet. 2004 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und begann, junge Leute beim Berufseinstieg zu beraten. Während der Zeit, in der er seine zwei Kinder großzog, fand er immer wieder Zeit, sich weiterzubilden und seine künstlerischen Fähigkeiten zu vertiefen. Fortbildungen und Projektstudien in Bonn waren Teil seines Werdegangs.

Ein Fest der Farben

Seine Werke sind nicht nur einfach Bilder; sie sind eine Explosion von Farben und Emotionen. Ochel arbeitet vorwiegend mit Ölfarben auf Leinwand und lässt die Farben sprechen. Ein Bild kann bis zu 20 Schichten umfassen – eine wahre Meisterleistung, bei der er nie genau weiß, wie das Endergebnis aussehen wird. Diese Ungewissheit scheint ihn aber nicht zu stören; im Gegenteil, sie beflügelt ihn. Der Prozess steht im Vordergrund, nicht die Resultate.

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Anfang September wird eine Ausstellung seiner Werke in der Galerie Wasser, Sankt-Apern-Straße 11, stattfinden. Vom 3. bis 6. September haben Kunstliebhaber die Gelegenheit, Ochels beeindruckende Werke in Augenschein zu nehmen. Ein Muss für jeden, der die Farbenpracht und die Energie seiner Kunst erleben möchte.

Kunst ist für Ochel nicht nur ein Beruf, sondern eine Art der Inspiration und Entspannung. Es ist bezeichnend, dass er die Beschäftigung mit Farben als beglückend und kraftspendend empfindet. In der Hektik des Alltags bietet ihm die Malerei einen Rückzugsort, einen Raum, in dem er seinen Gefühlen freien Lauf lassen kann. So wird das Malen zu einem Dialog – nicht nur mit der Leinwand, sondern auch mit sich selbst.