Der Abstiegskampf beim HTC Schwarz-Weiß Neuss wird immer spannender. Die Geschichte des Vereins ist eine lange und bewegte, doch jetzt steht das Team vor einer der größten Herausforderungen. Trainer Matthias Gräber hat nie viel auf den Klassenerhalt des Gladbacher HTC gesetzt, und das ist nicht ohne Grund. In der Hallensaison 2024/25 fiel Neuss am letzten Spieltag der Bundesliga West ab. Ein schmerzlicher Moment, denn Mülheim verlor gegen BW Köln mit 4:11, was alles entscheidend war. Jetzt, da die Play-downs gegen den Münchner SC anstehen, hat Neuss alle drei Spiele im Penalty-Shoot-out verloren. Es ist alles andere als einfach, und Gräber appelliert an die Mannschaft: „Kümmert euch um eure Angelegenheiten!“

Am Samstag geht es gegen den Braunschweiger THC, der als Tabellenvorletzter punktgleich mit Neuss ist, aber im Torverhältnis schlechter dasteht. Die Anspannung ist spürbar. Gräber fordert einen Sieg: „Unser Anspruch muss sein, dieses Spiel zu gewinnen.“ Schließlich hat Neuss vor der Pfingstpause ein Heimspiel gegen den Düsseldorfer HC mit 5:4 gewonnen. Ein Lichtblick, auf den Gräber hofft, um auch gegen Braunschweig zu bestehen. Doch um das zu erreichen, muss das Team wieder fünf Tore schießen – eine Herausforderung, die so machbar, aber nicht einfach ist.

Personelle Situation und Verletzungen

Die personelle Situation ist angespannt. Pitt Hennze fällt wegen eines leichten Bandscheibenvorfalls aus und Robert Schmalohr kann wegen geschwollener Nasennebenhöhlen nicht mitspielen. Auf der positiven Seite kann Vitali Shevchuk nach seiner MRT-Untersuchung jedoch auflaufen. Es ist ein ständiges Auf und Ab, und Gräber beschreibt die Lage als prekär. „Die Situation ist enger als im Vorjahr“, sagt er. Die Neusser Hockey-Damen haben am Wochenende auch ihre eigenen Herausforderungen, sie spielen gegen Heimfeld und Klipper Hamburg. Das ist ein ganz schöner Druck für den Verein insgesamt.

Ein Blick auf das Hinspiel gegen Braunschweig lässt die Herzen der Neusser Fans höher schlagen – aber nicht aus Freude. Trotz einer frühen Führung verlor Neuss mit 1:2. Theo Belhustede, U21-Nationalspieler, erzielte damals den Siegtreffer für Braunschweig. Jetzt gilt es, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Marius Müller bringt Erfahrung aus seiner Zeit an der Jahnstraße mit, und Louis Beckert gilt als einer der besten Torhüter der Liga. Wenn der Braunschweiger Ersatzkeeper in einem Spiel gegen DSD Düsseldorf 15 Strafecken verhinderte, dann weiß man, dass der Druck enorm ist.

Ein Blick auf die Liga

Aktuell ist die 1. Bundesliga Herren spielfrei, die Spannung bleibt aber hoch. In der 2. Bundesliga Herren stehen am 6. Juni 2026 einige spannende Spiele an. Während Neuss gegen Braunschweig auf dem Platz steht, kämpfen andere Teams um wichtige Punkte. Der Druck in der Liga ist überall spürbar, und jede Entscheidung kann über Aufstieg oder Abstieg entscheiden. Es bleibt abzuwarten, ob Neuss das Ruder herumreißen kann – in einer Liga, die so viele Geschichten und Dramen schreibt.

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In der Vergangenheit haben andere Teams wie der Berliner Hockey-Club mit ähnlichen Situationen gekämpft. Nach 21 Jahren in der Bundesliga musste der BHC den Abstieg in die 2. Bundesliga Süd hinnehmen. Trainer Stan Huijsmans war fassungslos über die verpassten Chancen, was zeigt, wie schnell sich im Hockey alles ändern kann. Neuss muss nun alles daran setzen, nicht in eine ähnliche Lage zu geraten. Die Nerven liegen blank, und die Zeit drängt. Am Samstag wird sich zeigen, wie stark die Neusser Mannschaft wirklich ist.