Heute ist der 6.06.2026, und in Sülz wird es richtig spannend. Der Streit um die Gleueler Wiese und den Ausbau des Trainingsgeländes des 1. FC Köln geht in eine neue Runde. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat eine Entscheidung angekündigt, die das Schicksal des Vereins nachhaltig beeinflussen könnte. Der Ausgang der Verhandlung ist besonders aufgeladen, denn die Zukunft der Trainings- und Nachwuchsbedingungen am Geißbockheim steht auf dem Spiel.
Vor nicht allzu langer Zeit, im Frühjahr 2024, hob das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Entscheidung des OVG Münster aus dem Jahr 2022 auf und verwies die Angelegenheit zurück nach Münster. Im Mittelpunkt steht der 2020 von der Stadtverwaltung Köln genehmigte Bebauungsplan „RheinEnergieSportpark in Köln-Sülz“. Hier möchte der 1. FC Köln seine Möglichkeiten zur Ausbildung und zum Training erheblich verbessern, sprich, das Gelände vergrößern und zusätzliche Spielflächen schaffen. Eine gute Sache, könnte man meinen! Aber die Naturschützer sind alles andere als begeistert.
Ein Zwiespalt zwischen Fußball und Natur
Die geplanten Maßnahmen des FC sehen auch vor, auf der Gleueler Wiese mehrere öffentlich nutzbare Kleinspielfelder zu errichten – ein Ausgleich für die Eingriffe in die Natur. Doch die Gegner des Ausbaus schlagen Alarm: Sie wähnen die Grünfläche, die unter Denkmal- und Landschaftsschutz steht, in Gefahr. Kritiker befürchten die Versiegelung von wertvollen, freien Flächen, die für die Umwelt von großer Bedeutung sind. Die Klage der Umweltverbände wurde im November 2022 vom OVG Münster zunächst angenommen, was den FC dazu brachte, Berufung einzulegen. Und siehe da, 2024 hatte der FC vor dem Bundesverwaltungsgericht die Nase vorn!
Das Gericht stellte fest, dass die Versiegelung eines kleinen Teils der Gesamtfläche durchaus mit dem Charakter einer Grünfläche vereinbar ist. Diese Entscheidung könnte, wenn das OVG Münster nun am 11. Juni um 9 Uhr grünes Licht gibt, dem FC einen gewaltigen Schritt näher zu seinem Ziel bringen. Die Spannung steigt, und die Kölner Fans halten den Atem an. Ein bisschen Nervenkitzel ist doch das Salz in der Suppe!
Die Zukunft des Geißbockheims
Für den 1. FC Köln ist dies nicht nur eine rechtliche Auseinandersetzung, sondern auch eine Frage der Identität. Der Verein möchte für seine Spieler und die Nachwuchstalente optimale Bedingungen schaffen, um im deutschen Fußball weiter vorne mitspielen zu können. Der Geißbockheim ist nicht nur ein Trainingsgelände, sondern ein Ort, der mit Herzblut und Geschichte gefüllt ist. Und es ist klar, dass die Kölner Fans bereit sind, für ihre Mannschaft zu kämpfen – sowohl auf dem Platz als auch außerhalb.
Die kommenden Tage werden also entscheidend sein. Die Entscheidung des OVG Münster wird mit Spannung erwartet, und die gesamte Stadt schaut auf die Gleueler Wiese. Was auch immer passieren mag, es ist klar, dass diese Auseinandersetzung weitreichende Auswirkungen haben wird, nicht nur für den Verein, sondern auch für die Natur und die Menschen, die sich für den Erhalt der Grünflächen einsetzen. Das alles könnte am 11. Juni eine neue Wendung nehmen. Drückt die Daumen, liebe Kölner!