Ein Hauch von Spanien in Köln – das verspricht die neue Wermut-Bar „A Ver – Café & Vermut“, die vor kurzem von Linda und Tom Ruckes in Sülz eröffnet wurde. In Zeiten, in denen die Welt der Spirituosen immer vielfältiger wird, hat sich der aromatisierte Wein Wermut einen festen Platz erobert und feiert nun auch in der Domstadt ein Comeback. In der Bar, die sofort großen Andrang erlebte, kann man in die Welt des Wermuts eintauchen und dabei verschiedene Sorten genießen.
Wermut ist ein Getränk, das nicht nur in Spanien, sondern auch in anderen europäischen Ländern wie Italien, wo er seinen Ursprung hat, eine lange Tradition hat. Der Genuss von Wermut ist mehr als nur ein Getränk – es ist ein Ritual, das entspannen und den Genuss vor dem Mittagessen fördern soll. Dazu bietet die „Hora del Vermut“, eine Pause zwischen 12 und 14 Uhr, die perfekte Gelegenheit, um mit Freunden und Familie bei einem kühlen Wermut auf Eis zusammenzukommen. Serviert mit Orangenzeste und einer Olive ist dieser Genuss ein wahres Fest für die Sinne.
Die Vielfalt des Wermuts
In „A Ver“ stehen den Gästen insgesamt fünf rote, fünf weiße und ein rosé Wermut zur Auswahl. Die Bar geht sogar so weit, verschiedene Verkostungen anzubieten, um den Besuchern die Möglichkeit zu geben, die unterschiedlichen Geschmäcker zu entdecken. Wermut wird oft mit einem negativen Image in Deutschland assoziiert, doch hier ändert sich das Bild. Der Wermut in Köln wird nicht nur kalt auf Eis serviert, sondern auch in alkoholfreien Varianten angeboten, um noch mehr Menschen die Freude an diesem köstlichen Getränk näherzubringen.
Die Snacks in der Bar sind perfekt auf den Wermut abgestimmt. Von Gordal-Oliven über Pan con Tomate bis hin zu baskischen Gildas-Spießen – die Kombination aus salzigen und herzhaften Leckereien harmoniert wunderbar mit der Bitterkeit des Wermuts. Besonders die Gilda, bestehend aus einer grünen Olive, einer Piparra-Schote und einer Sardelle, hat sich als inoffizielles Maskottchen der „Hora del Vermut“ etabliert. Diese kleinen Köstlichkeiten sind nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern auch ein Teil der Kultur, die Wermut umgibt.
Ein Comeback mit Tradition
Die Wermut-Kultur hat ihre Wurzeln im späten 19. Jahrhundert im italienischen Piemont und fand in Spanien eine eigene Identität. In Städten wie Barcelona und Madrid hat sich eine lebendige Vermut-Szene entwickelt, die die Tradition des Wermuttrinkens mit modernen Elementen kombiniert. Der Genuss von Wermut wird bewusst zelebriert, oft begleitet von einer Auswahl an Tapas wie Oliven, Chips und marinierten Muscheln. Der Wermut wird nicht „nebenbei“ getrunken, sondern ist ein zentraler Teil des sozialen Lebens, wo Gemeinschaft und Geschmack im Vordergrund stehen.
„A Ver – Café & Vermut“ ist mehr als nur eine Bar; es ist ein Ort, an dem Tradition und Moderne aufeinandertreffen. Linda und Tom Ruckes haben mit ihrem Konzept nicht nur einen neuen Trend gesetzt, sondern auch dazu beigetragen, das negative Image des Wermuts in Deutschland zu revidieren. Nach nur zwei Monaten war der Jahresvorrat an Wermut bereits ausverkauft – ein Zeichen dafür, dass die Kölner bereit sind, das spanische Lebensgefühl in vollen Zügen zu genießen.
Besucher können sich auf eine entspannte Atmosphäre freuen, während sie bei einem kühlen Wermut und selbstgebackenem Kuchen den Alltag hinter sich lassen. Die Wermut-Bar hat sich schnell als Treffpunkt für alle etabliert, die das Besondere suchen. Wer also in Köln auf der Suche nach einem neuen Erlebnis ist, sollte sich „A Ver“ nicht entgehen lassen – ein Stück Spanien inmitten der rheinischen Metropole!