Rodenkirchen im Wandel: Zwischen Herausforderungen und neuen Chancen
Heute ist der 19.07.2026 und wir schauen uns mal an, was in Rodenkirchen so los ist! Der Stadtbezirk hat in den letzten zwei Jahren eine ziemliche Achterbahnfahrt hinter sich. Die Weiterempfehlungsquote ist von stolzen 77% auf gerade mal 41% gefallen. Das ist schon eine Hausnummer, oder? Besonders wenn man bedenkt, dass das Rodenkirchener Zentrum nur mit einer Durchschnittsnote von 2,7 abschneidet – damit liegt es unter dem gesamtstädtischen Mittel. Nur die Bezirke Porz und Kalk schneiden noch schlechter ab. Während die südliche Innenstadt, Sülz und Lindenthal mit einer glatten 2,0 die besten Bewertungen erzielen, fragt man sich, was in Rodenkirchen eigentlich schiefgegangen ist.
Bei einer Umfrage unter 2424 Passanten, von denen etwa 200 in Rodenkirchen befragt wurden, gaben 80% an, dass sie vor allem zum Shoppen in den Stadtbezirk kommen. Die Gastronomie scheint mit 22% der Gründe für einen Besuch eher in der zweiten Reihe zu stehen. Wolfgang Behrendt, Juwelier und Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft, hebt zwar die positiven Aspekte des Wohnens und Einkaufens hervor, aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Es gibt einen spürbaren Mangel an Lederwaren, Elektronik, Oberbekleidung, Biowaren sowie Sport- und Hobbyartikeln. Das sind nicht gerade die besten Voraussetzungen für ein blühendes Einkaufsparadies.
Digitale Herausforderungen
Auf der digitalen Seite sieht es für Rodenkirchen etwas besser aus. 34% der Befragten glauben, dass der Stadtbezirk digital gut aufgestellt ist – das ist im Vergleich zu anderen Bezirken fast doppelt so hoch. Dennoch bleibt das Kaufverhalten der Rodenkirchener traditionell: 71% der Befragten kaufen nicht online. Ein bisschen altmodisch, oder? Da könnte vielleicht ein frischer Wind wehen, um die Leute aus ihren gemütlichen Wohnzimmern zu locken.
Auf der positiven Seite wurden Apotheken, Buchhandlungen und Veranstaltungen gelobt. Der Maternusplatz wird als zentraler Treffpunkt angesehen und scheint ein beliebter Ort für Begegnungen zu sein. Das ist ein Lichtblick in der ansonsten etwas trüben Gesamtlage. Apropos Lichtblicke: Die Leerstandsquote in Rodenkirchen liegt bei 3,6% – das ist erfreulich niedrig und deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von rund 10%. Manfred Janssen von Köln-Business bezeichnet eine Leerstandsquote um 5% sogar als gesund. Vielleicht ist da noch Hoffnung für den Stadtbezirk.
Der Blick nach vorn
Die Anziehungskraft von Rodenkirchen könnte jedoch noch gesteigert werden. Behrendt fordert von den Hausbesitzern, für einen attraktiven Branchenmix zu sorgen. Das könnte helfen, den Stadtbezirk wieder auf die Beine zu bringen. Die Herausforderungen sind groß, aber mit einem klaren Plan und einer Portion Mut könnte Rodenkirchen zu neuem Glanz erstrahlen. Vielleicht sollte man die Stimmen der Passanten ernst nehmen und die Wünsche der Menschen in den Fokus rücken. Die Stadt lebt schließlich von ihren Bewohnern und deren Bedürfnissen.
Schaut man über die Stadtgrenzen hinaus, gibt es auch interessante Entwicklungen auf nationaler Ebene. Am 1. Februar 2024 wird eine experimentelle Konjunkturstatistik über Warengruppen eingeführt. Diese soll wöchentliche Einblicke in die Konsumgewohnheiten bei Lebensmitteln geben. Das könnte durchaus auch Einfluss auf die Einzelhandelslandschaft in Rodenkirchen haben. Die Aktualisierung erfolgt jeden zweiten Freitag, und wir sind gespannt, wie sich das auf die Geschäfte auswirken wird. Vor allem in Zeiten nach der Pandemie, wo der stationäre Einzelhandel mit vielen Herausforderungen zu kämpfen hat, könnte dies ein hilfreiches Instrument sein.
Bleiben wir also optimistisch! Rodenkirchen hat viel Potenzial, und vielleicht gelingt es ja, die kommenden Monate zu nutzen, um den Stadtbezirk zu beleben. Die Menschen sind bereit, für ein gutes Einkaufserlebnis vor die Tür zu gehen – jetzt muss nur noch das Angebot stimmen.
