In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde die Ruhe in Köln-Ehrenfeld gestört. Ein dreister Dieb brach in den Gulasch-Automaten des „Tiroler Stübchen“ ein und machte sich mit einem köstlichen Gulasch aus dem Staub. Betreiber Marcel Montaperti kann seinen Frust kaum zurückhalten und hat seine Gedanken dazu auf Instagram geteilt. „Ich kann’s einfach nicht fassen“, sagt er. Schließlich steckt hinter so einem Automaten viel Herzblut, Zeit und Geld. Das Ziel? Den Kölnern auch spätabends regionale Produkte anzubieten. Aber der Vorfall hat nicht nur emotionalen, sondern auch finanziellen Schaden angerichtet – mehrere Hundert Euro beträgt der Verlust.
Leider ist der Automat nun notdürftig repariert und wartet auf eine umfassende Instandsetzung, die für die nächste Woche geplant ist. Doch das größte Problem bleibt: Am Tatort gibt es keine Überwachungskameras. Die Polizei wurde informiert, doch die Chancen, den Täter zu fassen, sind eher gering. Montaperti äußert auch eine allgemeine Klage über den mangelnden Respekt vor fremdem Eigentum. „Wir lassen uns nicht unterkriegen!“, betont er. Schließlich ist das „Tiroler Stübchen“ nicht nur für seinen Gulasch bekannt, sondern auch für den himmlischen Kaiserschmarrn und die treue Stammkundschaft. Und ja, er hat sogar eine weitere Filiale in der Innenstadt!
Ein größerer Trend?
Der Vorfall ist nicht isoliert. Köln kämpft mit einem Anstieg an Vandalismus, besonders an Automaten. Im vergangenen Jahr lagen die Reparaturkosten bei rund 41.000 Euro – und in diesem Jahr sind sie auf fast 160.000 Euro explodiert! Das ist mehr als viermal so viel. Schäden an Bedienfeldern, Kartenlesern und sogar Münzausgabefächern häufen sich. Besonders betroffen sind Standorte in Ehrenfeld, Lindenthal und der Innenstadt. Die Polizei hat bereits ganze Straßenzüge als Brennpunkte identifiziert. 54 Fälle wurden in diesem Jahr allein bei der Polizei angezeigt. Ein echtes Ärgernis für die Stadt und ihre Bürger.
Man fragt sich, was da bloß vor sich geht? Ein Blick auf die aktuellen Kriminalitätszahlen nach dem Jahreswechsel zeigt zumindest einen leichten Rückgang der Straftaten. Am 6. Januar wurden im gesamten Stadtgebiet Köln 320 Strafanzeigen erfasst – ein Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. In den Feierzonen Altstadt, Neustadt und Deutz gab es ebenfalls weniger Straftaten. Komisch, oder? Es scheinen sich jedoch die Schwerpunkte zu verschieben, und das lässt einen nachdenklich zurück.
In einer Stadt wie Köln, wo Lebensfreude und Geselligkeit großgeschrieben werden, sind solche Vorfälle wie der Einbruch in den Gulasch-Automaten des „Tiroler Stübchen“ ein echter Dämpfer. Man fragt sich, wie lange man noch unbeschwert die regionalen Köstlichkeiten genießen kann, wenn die Dunkelheit solche Taten hervorbringt. Hoffen wir, dass der gute Geist der Kölner Gastronomie auch in Zukunft bestehen bleibt und solche Vorfälle die leidenschaftlichen Betreiber nicht entmutigen.