Heute ist der 14.07.2026 und in Ehrenfeld wird heute nicht nur der Tag des Erinnerns gefeiert, sondern auch ein Blick auf die Fortschritte geworfen, die seit der verheerenden Juli-Flut von 2021 gemacht wurden. Die Erinnerungen an die schrecklichen Stunden, als das Wasser 40 Zentimeter hoch auf dem Gelände der ehemaligen Förderschule für geistige und emotionale Entwicklung stand, sind noch frisch. Damals, gerade mal fünf Jahre her, war der Schock tief, als Detlef Nitz erzählte, dass in seinem Keller 1,20 Meter Wasser standen. Ein Albtraum für jeden Hausbesitzer! Heute kann man sagen, dass sich hier einiges getan hat.

Bastian Lehmann, der Bauleiter von der Firma Meyer, hat die Verantwortung für den Bau eines neuen Regenrückhaltebeckens übernommen. Das unterirdische Becken, mit einem gewaltigen Fassungsvermögen von 500.000 Litern – das sind stolze 2.000 Badewannenfüllungen! – soll künftig dafür sorgen, dass solch katastrophale Überflutungen nicht mehr vorkommen. Das Pumpwerk an der Subbelrather Straße, das im Zuge der Flut beschädigt wurde, hat in den letzten fünf Jahren zahlreiche Verbesserungen erfahren. So wurde die Pumpleistung um 50% erhöht, und druckdichte Türen schützen nun das Bauwerk vor weiteren Wasserschäden.

Maßnahmen und Herausforderungen

Die Stadtentwässerungsbetriebe haben nicht nur in das Rückhaltebecken investiert, sondern auch in die Ertüchtigung des Pumpwerks, was stolze 1,1 Millionen Euro gekostet hat. Und ganz neu wird eine spezielle Entwässerungsrinne in die Subbelrather Straße eingebaut, um das Wasser schneller abzuführen. Sechs Rigolen werden im Baugrund des neuen Schulneubaus installiert, um Regenwasser zu speichern und die Kanalisation zu entlasten – das klingt nach einer durchdachten Lösung! Aber das ist noch nicht alles. Anwohner haben sich ebenfalls Gedanken gemacht, wie sie ihre eigenen Häuser schützen können. Detlef Nitz hat mobile Schutzwände installiert, die ihn hoffentlich vor zukünftigen Wassereinbrüchen bewahren werden. Ein kluger Schachzug!

Doch nicht alle sind mit den Veränderungen zufrieden. Es gibt Bedenken bezüglich der Dimension der geplanten Schule auf dem Gelände des Lindweiler Hofs, wo mehrere Schulgebäude für 1.000 Schüler und eine Kindertagesstätte entstehen sollen. Die Anwohner sorgen sich um den Verkehr und die möglichen Auswirkungen auf die Nachbarschaft. Ein weiteres Thema, das die Gemüter erhitzt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Plaketten entlang der Subbelrather Straße, die den Wasserstand vom 14. Juli 2021 anzeigen, sind eine eindrückliche Mahnung. Doch während die Vergangenheit noch nachhallt, blickt die Gemeinde optimistisch in die Zukunft. Christian Gattke von der Steb Köln ist überzeugt, dass die getroffenen Maßnahmen die Wasserstände bei Starkregenereignissen signifikant reduzieren werden. Das Flutwehr in der Scheibenstraße wird künftig eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Kanalkapazität spielen.

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Unweit davon steht das verwahrloste Eckhaus an der Teichstraße 2, ein trauriger Anblick, der an die Zerstörungen erinnert. Aber auch hier wird in den kommenden Jahren sicher Bewegung in die Sache kommen. Die Anwohner haben ihre Häuser nach der Flut instand gesetzt, und 34 von ihnen wurden individuell beraten, um besser gegen solche Naturgewalten gewappnet zu sein. Es ist ein langsamer, aber stetiger Fortschritt, und jeder kleine Schritt zählt.