Heute ist der 26.05.2026. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat erneut eine bittere Pille schlucken müssen. Bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz blieb der Einzug ins Viertelfinale für das Team von Bundestrainer Harold Kreis ein unerfüllter Traum. Wenn wir uns die letzten Spiele anschauen, wird schnell klar, dass sich der Frust über die verpassten Chancen immer mehr aufstaut. Lettland, das sich mit einem klaren 8:1 gegen Ungarn durchsetzte, machte den deutschen Hoffnungen ein Ende. Ein bisschen wie ein Schlag ins Gesicht, oder?

Die Vorrunde beendete Deutschland immerhin mit einem 6:3-Sieg gegen Großbritannien. Zehn Punkte auf dem Konto – das klingt erst einmal ganz gut, aber der Weg ins Viertelfinale war steinig. Ein bisschen unglücklich, wenn man bedenkt, dass Lettland in der regulären Spielzeit hätte verlieren müssen, um die deutschen Chancen zu wahren. Dies ist nun schon das dritte enttäuschende Turnier in Folge für das Team, nach dem Vorrunden-Aus in Dänemark und der Olympia-Enttäuschung in Mailand. Der Druck auf Trainer Harold Kreis wächst, und seine Zukunft bleibt ungewiss. DEB-Sportvorstand Christian Künast ließ sich diesbezüglich nicht klar vernehmen, kündigte jedoch an, die Leistungen des Teams gründlich zu analysieren.

Ein Kader voller Herausforderungen

Wenn man sich den Kader für die WM anschaut – das sieht eher nach Improvisation als nach einer soliden Planung aus. Nur 13 Spieler aus der vorherigen Olympia-Auswahl stehen zur Verfügung, während viele Leistungsträger der DEL und NHL fehlten. Absagen von Spielern wie Jonas Müller, Moritz Müller, Justin Schütz und Tobias Rieder haben die Situation nicht gerade erleichtert. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Eisbären Berlin, die sich zur zwölften Mal den Titel des Deutschen Meisters gesichert haben, frischen Wind ins Team bringen. Torhüter Jonas Stettmer und einige Eisbären-Spieler sind nun Teil der Mannschaft.

Insgesamt umfasst der Kader nur drei NHL-Profis: Philipp Grubauer, Leon Draisaitl und Moritz Seider. Letzterer, ein echtes NHL-Talent, hat nach einem Härtetest grünes Licht für die WM gegeben – ein Lichtblick in düsteren Zeiten. Fünf WM-Debütanten sollen helfen, das Ziel Viertelfinale zu erreichen. Die Gruppe A ist allerdings auch kein Zuckerschlecken: Finnland, Lettland, die Schweiz, die USA, Ungarn, Österreich und Großbritannien sind starke Gegner.

Ein Blick in die Vergangenheit und die Zukunft

Deutschland rangiert in der IIHF-Weltrangliste auf Platz 8 – das ist schon eine Hausnummer. Aber die Geschichte des deutschen Eishockeys ist voll von Höhen und Tiefen. Erinnern wir uns an die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft 2023 – ein Moment, der die Herzen vieler Fans höher schlagen ließ. 64 Teilnahmen an Weltmeisterschaften sprechen für sich, aber die letzten Turniere lassen einen doch nachdenklich werden. Der erste Auftritt der Nationalmannschaft fand übrigens 1910 gegen Großbritannien statt – und das endete mit einer 0:1-Niederlage. Ein Anfang, der nicht gerade vielversprechend klang, aber wer hätte gedacht, dass wir einmal um die Weltmeisterschaft kämpfen würden?

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Die nächste WM, und man kann es kaum glauben, findet 2024 in Deutschland statt. Vom 14. bis 30. Mai wird in Düsseldorf und Mannheim alles auf dem Spiel stehen, und das Eröffnungsspiel in der Fußballarena auf Schalke verspricht, ein echtes Highlight zu werden. Ob die Mannschaft bis dahin wieder auf die Beine kommt? Das bleibt abzuwarten. Die Fans sind auf jeden Fall gespannt – und das nicht ohne Grund. Eishockey ist in Deutschland mehr als nur ein Sport; es ist eine Leidenschaft, die die Menschen zusammenbringt. Die Frage ist: Wird es der deutschen Nationalmannschaft gelingen, diese Leidenschaft in Erfolge umzuwandeln? Die Zeit wird es zeigen.