In Köln-Chorweiler stehen bedeutende Veränderungen an der Alten Römerstraße bevor. Diese Straße, die Merkenich und Rheinkassel verbindet und von malerischen Bäumen gesäumt ist, bietet nicht nur einen Blick auf die weitläufigen Felder, sondern hat auch mit einer intensiven Verkehrssituation zu kämpfen. Hier kreuzen sich der öffentliche Nahverkehr, der Kraft- und Radverkehr sowie der Baustellenverkehr für die Leverkusener Brücke, was die Straße stark belastet. Die Fahrbahn selbst weist zahlreiche Risse, Schlaglöcher und notdürftige Ausbesserungen auf, die dringend einer umfassenden Instandsetzung bedürfen.
Die Stadtverwaltung hat nun umfassende Maßnahmen zur Instandsetzung der Alten Römerstraße in Aussicht gestellt. Geplant ist die Erneuerung der Fahrbahndeckschicht zwischen der Hausnummer 81 in Rheinkassel bis zum Hagenauer Weg. Darüber hinaus wird ein Vollausbau des Abschnitts bis zur Kreuzung mit der Schlettstadter Straße angestrebt. Priorität hat jedoch zunächst die Be- und Entwässerung, gefolgt von der geplanten Kanalsanierung durch die Stadtentwässerungsbetriebe (Steb) in diesem Jahr. Auch die Erneuerung der Wasserleitungen durch Rhein-Energie steht im nächsten Jahr auf der Agenda. Die Straßenbaumaßnahmen sollen voraussichtlich 2027 beginnen, wobei der Bereich von Rheinkassel bis Hagenauer Weg unabhängig von den Brückenarbeiten saniert werden kann.
Einbindung der Bezirksvertretung
Die Stadtverwaltung sichert dabei die Einbindung der Bezirksvertretung (BV) in beide Maßnahmen zu, was die Bürger vor Ort erfreuen dürfte. Cäcillia Nesseler von der CDU äußerte sich positiv zu den geplanten Instandsetzungsarbeiten und hofft auf eine zügige Umsetzung der Maßnahmen. Ein Beschluss zur weiteren Vorgehensweise soll in einer Sitzung nach der Sommerpause gefasst werden.
Doch nicht nur die Straßeninfrastruktur ist ein Thema in Köln. Die Verwaltung hat dem Verkehrsausschuss auch die aktuellen Projektstände zur Weiterentwicklung des Kölner Stadtbahnnetzes präsentiert. Die Herausforderungen sind nicht zu vernachlässigen: Eine schwierige finanzielle Situation und angespannte Personalsituation bei den zuständigen Behörden belasten den ÖPNV-Ausbau. Die Zeithorizonte der Projekte sind daher unter Vorbehalt gesicherter Finanzierung und Personalkapazitäten zu verstehen.
ÖPNV-Netzentwicklung bis 2035
Im Hinblick auf die ÖPNV-Netzentwicklung bis 2035 sind einige interessante Projekte in Planung. Dazu zählen unter anderem die Einsatz von 90-Meter-Zügen zur Erhöhung der Platzkapazität der Stadtbahnlinie 1 um 50%, sofern entsprechende Bahnsteigverlängerungen realisiert werden. Auch die Stadtbahnlinien 4, 13 und 18 sollen durch Bahnsteigverlängerungen eine Kapazitätserhöhung um rund 20% erfahren. Zudem ist eine neue Stadtbahnverbindung zwischen Köln, Niederkassel und Bonn in Planung, die die Linie 7 bis Zündorf Süd verlängern würde.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Planung ist die Erschließung des Mülheimer Südens über eine neue Stadtbahnstrecke sowie die Nachrüstung von barrierefreien Haltestellen. In diesem Zusammenhang könnte ein Änderungsantrag von CDU, SPD und FDP zur Netzentwicklung mit Metrolinien bis 2050 weitreichende Änderungen der bisherigen Planungen nach sich ziehen.
Insgesamt stehen den Kölnern spannende Zeiten bevor, sowohl was die Verkehrsinfrastruktur als auch die Straßeninstandsetzung angeht. Die Herausforderungen sind groß, doch mit den angekündigten Maßnahmen könnte sich die Verkehrssituation in Köln-Chorweiler und darüber hinaus erheblich verbessern.