Heute ist der 25.05.2026 und wir werfen einen Blick auf die Situation rund um die S-Bahn-Stationen in Chorweiler. Wer hier regelmäßig mit der Bahn unterwegs ist, weiß, dass die Dinge nicht immer rund laufen. Der Mobilfunkempfang an der unterirdischen S-Bahn-Station Chorweiler ist ein echtes Ärgernis. Während es in den meisten S-Bahn- und Regionalzugstationen in NRW durchaus gut aussieht, hat man hier oft das Gefühl, in einem Funkloch gefangen zu sein. Abseits der Treppenaufgänge wird der Empfang schnell schwächer, und das frustriert die Fahrgäste ungemein.
Berichte von Reisenden bestätigen, dass auch an der benachbarten Station Chorweiler-Nord Verbindungsabbrüche und unzuverlässiger Empfang an der Tagesordnung sind. Für viele ist das mehr als nur ein kleiner Makel. Fehlender Empfang bedeutet weniger Zugang zu sozialen Medien und aktuellen Informationen über Verspätungen und Fahrplanänderungen. Während die Anzeigetafeln im oberen Eingangsbereich zwar da sind, stehen viele Fahrgäste im Treppenbereich, anstatt den Bahnsteig vollständig zu nutzen. Das macht die Situation nicht einfacher.
Politik fordert Verbesserungen
Die Fraktionen der Grünen, SPD und die Linke in der Bezirksvertretung Chorweiler haben das Problem erkannt und einen Antrag zur Verbesserung der Mobilfunkabdeckung gestellt. Sie möchten eine Zusammenarbeit mit der KVB, der Deutschen Bahn, Go.Rheinland, Netcologne und weiteren Betreibern initiieren, um Hotspots einzurichten und die Mobilfunkabdeckung zu verbessern. Gut zu wissen: Der bestehende Hotspot von Netcologne ist zwar unzuverlässig, hat aber Potenzial zur Erweiterung. Gleichzeitig wird auch die Situation an der Station Chorweiler-Nord in den Blick genommen.
Der Antrag wurde einstimmig beschlossen, was zeigt, dass es hier einen breiten Konsens gibt. Die Grünen haben zudem auf die Abweichungen zwischen den Informationen in den KVB- und DB-Apps und den Anzeigetafeln hingewiesen. Die Forderung nach zuverlässigerer Informationsvermittlung ist nicht nur für technikaffine Reisende wichtig, sondern auch für hör- und sehbeeinträchtigte Menschen.
Verspätungen und Umfahrungen
Doch das ist nicht alles, was die Chorweiler Fahrgäste belastet. Regelmäßige S-Bahn-Nutzer berichten von häufigen Verspätungen. Besonders ärgerlich ist es, wenn Züge der S11 bei starken Verspätungen auf ein Gleis ausweichen, das die Stationen umgeht – so genannte Umfahrungen, die in den letzten Jahren zugenommen haben. Die Bezirksvertretung hat mehrfach gegen diese Praxis protestiert. In einer aktuellen Sitzung forderten die Fraktionen von SPD, Grünen und Die Linke, dass die planmäßige Bedienung der Stationen im Kölner Norden sichergestellt wird. Denn das Auslassen von Haltepunkten ist nicht nur frustrierend, sondern könnte auch als Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz angesehen werden.
Helga Wagner von der SPD hat sich diesbezüglich stark gemacht und betont, dass es nicht akzeptabel sei, dass ein ganzer Bezirk umfahren wird. Selbst Cäcillia Nesseler von der CDU unterstützt den Antrag, auch wenn sie die Wirkung eher symbolisch einschätzt. Außerdem hat die NRW-Landtagsabgeordnete Lena Teschlade (SPD) angekündigt, dass die Bedienung der Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Worringen neu organisiert werden soll. Zukünftig wird die S6 die Route des R8 bedienen, und die S11 erhält eine neue Ergänzung durch die S10, um einen 10-Minuten-Takt zu ermöglichen. Das klingt vielversprechend, auch wenn die geplanten Verbesserungen frühestens in den 2030er Jahren umgesetzt werden sollen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Herausforderungen in Chorweiler vielschichtig sind. Man darf gespannt sein, wie die Entwicklungen weitergehen und ob die Fahrgäste bald von einem besseren Mobilfunkempfang und pünktlicheren Zügen profitieren können. Bleiben wir optimistisch! Wer weiß, vielleicht wird der Alltag im Kölner Norden bald ein Stückchen entspannter.