Heute ist der 30.06.2026 und hier in Chorweiler gibt’s Neuigkeiten, die die ÖPNV-Nutzung im Kölner Norden betreffen. Die Kölner Verkehrs-Betriebe haben ein neues Busnetz geplant, das sowohl Veränderungen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Die Idee dahinter? Kosten senken und die Auslastung der Linien verbessern – ein hehres Ziel, aber wie das oft so ist, gibt’s auch Schattenseiten.

Ein paar Buslinien werden ganz abgeschafft, darunter die Expressbus-Linien 124, die von Feldkassel zum Kölner Hauptbahnhof fuhr, und die Linie 122. Das ist schon ein herber Verlust für viele Pendler. Aber nicht alles ist trist: Die Linie 120 bleibt bestehen, ändert jedoch ihre Route. Statt nach Blumenberg zu fahren, geht es jetzt über Seeberg zur Stadtbahnhaltestelle Wilhelm-Sollmann-Straße. Das könnte für einige eine Erleichterung sein, auch wenn es für andere umständlicher wird.

Verbindung zwischen Stadtteilen

Die Linie 121 bleibt weitgehend erhalten, allerdings ohne die Schleife über Feldkasseler Weg und Morsestraße – das verkürzt die Verbindung zwischen Chorweiler und Merkenich. Die Linie 125 wird ebenfalls umgestellt und bedient das Gewerbegebiet Pesch nicht mehr. Das bedeutet, dass einige Fahrgäste nun Umstiege einplanen müssen, besonders Schüler, die von Esch/Pesch nach Heimersdorf wollen. Das wird sicher für einige Kopfschütteln sorgen…

Ein Lichtblick: Die Linie 145 wird neu ausgerichtet und schafft eine direkte Verbindung zwischen Chorweiler und Weiden. Blumenberg bleibt besser angebunden, denn die Linie 139 wird ab Longerich neu geführt und übernimmt die Route der 125. Wer also werktags oder am Wochenende nach Blumenberg möchte, kann sich auf eine weiterhin gute Anbindung freuen.

Ein Blick in die Zukunft

Doch nicht nur im Busnetz tut sich was. Die Stadtverwaltung hat dem Verkehrsausschuss die aktuellen Projektstände zur Weiterentwicklung des Stadtbahnnetzes präsentiert – und das ist alles andere als einfach. Die finanzielle Situation beim ÖPNV-Ausbau ist angespannt, und auch die Personalsituation bei der KVB ist alles andere als optimal. Das macht die Umsetzung der Projekte zu einer echten Herausforderung. Auch die laufenden Kosten steigen und belasten die kommunalen Haushalte – nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine positive Verkehrsentwicklung.

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Die ÖPNV-Netzentwicklung bis 2035 hat ehrgeizige Ziele, wie zum Beispiel den Einsatz von 90-Meter-Zügen auf der Ost-West-Achse, um die Platzkapazität erheblich zu erhöhen. Aber dafür müssen erst mal die Bahnsteige verlängert werden – und das sind nur die ersten Schritte. Wer weiß, wie viele Hürden da noch zu nehmen sind, bevor die Pläne Realität werden. Und dann gibt’s auch noch die barrierefreien Haltestellen, die nachgerüstet werden müssen – ein weiteres großes Vorhaben, das auf der Liste steht.

Ein Änderungsantrag von CDU, SPD und FDP zur Netzentwicklung könnte die Planung sogar bis 2050 neu überdenken – das wird spannend! Ob die Kölner Bürger*innen von diesen Veränderungen profitieren können oder ob sie eher zusätzliche Umstiege und längere Fahrzeiten in Kauf nehmen müssen, bleibt abzuwarten. Die Auswirkungen der Änderungen werden sicher nach der Umsetzung spürbar sein.