Chorweiler wird wetterfest: Neue Wartehäuschen für ein besseres Warten auf den Bus
Im Kölner Norden tut sich was – und zwar für die Fahrgäste! In Chorweiler stehen neue Wartehäuschen auf dem Programm. Ja, richtig gehört! Endlich sollen vier Haltestellen mit den dringend benötigten Fahrgastunterständen ausgestattet werden. Denn, seien wir ehrlich, bei Wind und Wetter an der Haltestelle zu stehen, ist alles andere als angenehm. Diese vier Haltestellen, die endlich aufgerüstet werden, sind „Hackhauser Weg“ (Linie 120, Richtung Blumenberg), „Blumenbergsweg“ (Linie 120, Richtung Blumenberg), „Blumenberg S-Bahn“ (Linie 120, Richtung Further Straße) und „Gewerbegebiet Feldkassel“ (Linie 124, Richtung Beslauer Platz/Hbf). Das ist doch mal ein Lichtblick, oder?
Die neuen Unterstände sind Teil eines Restkontingents im Werbenutzungsvertrag, der bis 2029 gilt. Ein echter Glücksgriff für die Passagiere, die in den letzten Jahren oft vor den ungeschützten Haltestellen standen. Doch nicht nur das – die CDU-Fraktion hat zudem Bedenken über den Zustand der bestehenden Wartehäuschen geäußert. Viele von ihnen werden als „unzureichend“ empfunden. Ein Beispiel gefällig? Die Haltestelle „Auweiler Hermann-Löns-Straße“ hat seit Jahren keine Glasscheiben und Dachelemente mehr, was wirklich nicht gerade einladend ist. Hier fordert die CDU eine Übersicht über beschädigte Wartehäuschen und Informationen zu geplanten Instandsetzungen.
Ein Blick auf den Zustand der Haltestellen
Die Verwaltung hat bereits eine Anfrage an die zuständige Firma Wall weitergeleitet. Diese hat geantwortet, dass von insgesamt 98 Wartehäuschen nur sechs Reparaturen nötig sind. Das klingt erst einmal positiv, aber Vandalismus erschwert die Instandhaltungsarbeiten enorm. Komischerweise wird die Haltestelle Hermann-Löns-Straße bewusst ohne Glasscheiben gebaut, um die Mindestdurchgangsbreite für Fußgänger zu gewährleisten – ein gewisser Pragmatismus, der allerdings nicht überall auf Verständnis stößt.
Aber was steckt eigentlich hinter dem Phänomen Vandalismus im öffentlichen Personenverkehr? Eine Bachelorarbeit von David Pförtsch, die an der Humboldt-Universität zu Berlin verfasst wurde, zeigt, dass Vandalismus erhebliche Kosten für Transportanbieter verursacht. Die Forschung befasst sich mit den verschiedenen Bedingungen und Erscheinungsformen von Vandalismus und untersucht, welche Gestaltungsmaßnahmen gegen diesen Missstand ergriffen werden können. Die Ergebnisse könnten eine wertvolle Arbeitsgrundlage für die Verkehrsbetriebe darstellen und aufzeigen, wie man den öffentlichen Raum sicherer und einladender gestalten könnte.
Gestaltungsmaßnahmen gegen Vandalismus
Die Bachelorarbeit beleuchtet nicht nur technische und soziale Maßnahmen, sondern auch psychologische Aspekte, die Vandalismus beeinflussen. Zum Beispiel spielen Motivation, Kontrolle und soziale Normen eine große Rolle. Konzepte wie Überwachung, Säuberung oder auch kreative Ansätze wie Legal Murals könnten helfen, das vandalistische Verhalten einzudämmen. Es ist ein spannendes Feld, das zeigt, wie wichtig eine ganzheitliche Herangehensweise bei der Gestaltung öffentlicher Räume ist.
Die neuen Wartehäuschen in Chorweiler sind somit nicht nur eine Verbesserung für die Passagiere, sondern auch ein Schritt in Richtung einer besseren und sichereren Infrastruktur. Vielleicht können wir ja bald in aller Ruhe auf den Bus warten, ohne uns um die Witterung oder die Umgebung sorgen zu müssen. Das wäre doch ein echter Fortschritt, oder?
