Heute ist der 30.04.2026 und wir werfen einen Blick auf ein brisantes Thema, das viele Menschen in Deutschland betrifft: die Abschiebungen. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Deutschland einen signifikanten Rückgang der Abschiebungen um 21% im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 4.807 Menschen aus Deutschland abgeschoben, was 1.344 weniger sind als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die meisten Abschiebungen führten in Länder wie die Türkei mit 601 Personen, gefolgt von Georgien (266), Nordmazedonien (230) und Spanien (192). Auch Marokko und Algerien stehen mit jeweils 178 abgeschobenen Menschen auf der Liste. Die Zahl der Abschiebungen nach Afghanistan war mit 27 Personen relativ gering, während nach Syrien und Iran jeweils nur drei Personen abgeschoben wurden. Besonders auffällig ist, dass unter den Abgeschobenen 547 Kinder bis 13 Jahre, 146 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren sowie 106 Menschen über 60 Jahre waren. Dies ist das erste Mal seit fünf Jahren, dass die Zahl der Abschiebungen gesunken ist.
Hintergründe und Abläufe der Abschiebungen
Die Vorgänge rund um Abschiebungen sind oft komplex. Menschen mit einem abgelehnten Asylantrag müssen Deutschland innerhalb einer festgelegten Frist verlassen. Kommt es zu einer Nichteinhaltung dieser Frist und bestehen keine Hinderungsgründe oder Duldungen, erfolgt die Abschiebung durch die zuständige Ausländerbehörde. In der Regel arbeiten die Bundesländer dabei eng mit der Landes- und Bundespolizei zusammen.
2024 wurden insgesamt 20.084 Menschen aus Deutschland abgeschoben, während die Zahlen der Vorjahre stetig anstiegen: 2023 waren es 16.430, 2022 – 12.945, und 2021 – 11.982. Die Hauptländer der Herkunft der Abgeschobenen im Jahr 2023 waren ebenfalls Georgien, die Türkei und Afghanistan, während auch syrische und irakische Staatsangehörige betroffen waren. In den letzten Jahren fanden die meisten Abschiebungen in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg statt.
Statistiken und Entwicklungen
Die Zahlen sind nicht zu übersehen: Im Jahr 2024 wurden insgesamt 67.571 Menschen aus Deutschland abgeschoben, zurückgewiesen oder zurückgeschoben – der höchste Wert seit 2016. Ein wichtiger Punkt ist auch der Unterschied zwischen Abschiebung, Zurückschiebung und Zurückweisung. Während eine Zurückweisung die Verweigerung der Einreise an der Grenze bedeutet, bezieht sich die Zurückschiebung auf die Abschiebung oder Rückschiebung von bereits eingereisten Personen. Duldung hingegen bedeutet eine vorübergehende Aussetzung der Abschiebung, gewährt jedoch keinen rechtmäßigen Aufenthalt.
Die Diskussion um Abschiebungen ist in Deutschland ein heißes Eisen. Die Komplexität der rechtlichen Rahmenbedingungen und die menschlichen Schicksale, die damit verbunden sind, führen zu unterschiedlichen Meinungen und oft auch zu emotionalen Debatten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird und welche Maßnahmen die Bundesregierung ergreifen wird, um auf die steigenden Zahlen und die damit verbundenen Herausforderungen zu reagieren.