Neues Glaubensleben: Wie das Erzbistum Köln mit Church Planting frischen Wind in die Kirche bringt
Heute ist der 19.06.2026 und ich sitze hier in Zollstock, wo das Erzbistum Köln mit einem aufregenden Projekt aufwartet. Das sogenannte „Church Planting“ hat sich zum Ziel gesetzt, neue Glaubensorte zu schaffen. Eine tolle Idee, wenn man bedenkt, wie viele Menschen heutzutage mit der Kirche wenig am Hut haben. Es soll darum gehen, den Glauben neu erlebbar zu machen und Menschen die Möglichkeit zu geben, Christus auf ganz neue Art kennenzulernen.
Tabea Wiemer, die Leiterin des Fachbereichs Evangelisierung, hat es auf den Punkt gebracht: Eine gesunde Vielfalt aus neuen und missionarisch erneuerten Gemeinden ist das A und O. Ab September 2025 werden an verschiedenen Standorten wie Köln-Zollstock, Düsseldorf, Wuppertal-Barmen und Brühl Dreierteams bestehend aus einem Priester, einer Referentin für Gemeindegründung und Musikern aktiv sein. Das klingt nach frischem Wind, oder? Die Zielgruppe sind Menschen, die bislang kaum Berührungspunkte zur Kirche hatten. Das Projekt ist im deutschsprachigen Raum einmalig und soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Und das nicht nur in klassischen Kirchenräumen – auch andere Begegnungsorte und leicht zugängliche Angebote sollen eine zentrale Rolle spielen.
Ein neues Kapitel in der Kirchenentwicklung
Kardinal Woelki sieht in diesem Vorhaben einen wichtigen Teil des missionarischen Auftrags der Kirche. Es ist spannend zu beobachten, wie die Kirche sich wandelt und anpasst. Inspiriert durch die Kirchengründungsinitiativen der anglikanischen Kirche in London, wird hier ein Weg beschritten, der vielleicht auch für andere Regionen Vorbildcharakter haben könnte.
Doch nicht nur das Erzbistum Köln ist aktiv. Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich Gedanken über die Zukunft der Kirche gemacht. Sie hat eine neue Mitgliedertypologie entwickelt, die sechs verschiedene Typen von evangelischen Kirchenmitgliedern identifiziert. Diese Typologie soll helfen, die Kommunikation in der Kirche zu verbessern und Menschen dort abzuholen, wo sie stehen. Nähe, Relevanz und Vertrauen – das sind die Schlagworte, die in der Diskussion um kirchliche Anstellungsverhältnisse und pastorale Beruflichkeit eine Rolle spielen.
Die Herausforderung der Anpassung
Die Veränderungen im kirchlichen Leben sind schnell und vielschichtig. Althergebrachtes muss überdacht werden, um den Glauben in Gemeinschaft auch in Zukunft zu ermöglichen. Es wird darüber diskutiert, wie Einzelne die Entwicklungen in der Kirche aktiv mitgestalten können. Das „Church Planting“-Projekt könnte ein Teil dieser Bewegung sein, um den Glauben wieder spürbarer und greifbarer zu machen. Es bleibt abzuwarten, wie die Menschen in Köln und Umgebung auf diese neuen Angebote reagieren werden.
