Am Donnerstag, dem 18. Juni 2026, wurde Papst Leo XIV. im Vatikan von José María Balcázar Zelada, dem Präsidenten von Peru, empfangen. Ein bedeutendes Treffen, bei dem nicht nur die persönliche Verbindung des Papstes zu seinem Geburtsland Peru spürbar wurde, sondern auch die Herausforderungen, vor denen das Land steht. Leo XIV., der erste US-Amerikaner im Papstamt und Mitglied des Augustinerordens, hat über 20 Jahre in Peru als Seelsorger verbracht und spricht fließend Spanisch. Er besitzt sogar die peruanische Staatsbürgerschaft – ein Fakt, der seine Verbundenheit zu diesem Land unterstreicht.

Nach der Audienz gab es intensive Gespräche mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Erzbischof Paul Richard Gallagher. Die Themen waren vielfältig und umfassten nicht nur die sozioökonomische Lage Perus und die Probleme des illegalen Bergbaus, sondern auch die geopolitische Situation in der Region. Die Peruaner kämpfen mit den Auswirkungen internationaler Konflikte und organisierter Kriminalität. Leo XIV. hat sich in seiner Zeit als Bischof in Chiclayo mit diesen Problemen auseinandergesetzt und ist daher gut informiert über die Gegebenheiten vor Ort.

Gespräche über bilaterale Beziehungen

Ein zentraler Punkt der Gespräche war die Qualität der bilateralen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Peru. Es besteht der Wunsch, diese Verbindung weiter zu festigen. Die Bedeutung eines engagierten gesellschaftlichen Dialogs und der Förderung des Gemeinwohls waren weitere Themen, die in den Diskussionen angesprochen wurden. Es ist offensichtlich, dass Leo XIV. nicht nur als spiritueller Führer auftritt, sondern auch als jemand, der aktiv zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Peru beitragen möchte.

In einem weiteren Gespräch mit Erzbischof Giordano Piccinotti und Fabio Gasperini von der Vermögensverwaltung des Apostolischen Stuhls ging es um finanzielle Belange und die Unterstützung kirchlicher Projekte in Peru. Papst Leo XIV. hat viel Zeit in verschiedenen Regionen Perus verbracht – von den Anden bis zur Pazifikküste, vom Amazonas-Regenwald bis zur Diözese Chiclayo. Diese Erfahrungen fließen sicherlich auch in seine Entscheidungen und Gespräche ein.

Ein Film über Leo XIV. und seine Zeit in Peru

Übrigens, es gibt einen neuen Vatikan-Film mit dem Titel „León de Perú“ (Leo von Peru), der die pastorale und soziale Tätigkeit des Papstes in seinem zweiten Heimatland thematisiert. In der 45-minütigen Dokumentation kommen Weggefährten und Freunde des Papstes zu Wort, und es werden beeindruckende Fotos sowie Filmaufnahmen aus Leo XIV.s Zeit in Peru gezeigt. Robert Francis Prevost, der von 2015 bis Anfang 2023 Bischof der Diözese Chiclayo war, hat dieses Projekt initiiert – auch er hat die Herausforderungen und die Schönheit Perus hautnah erlebt.

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Egal, ob es um die hohe Biodiversität Perus oder die Abhängigkeit der Wirtschaft von Rohstoffexporten wie Kupfer und Gold geht, die Themen sind vielschichtig und berühren die Herzen der Menschen. Papst Leo XIV. hat sich stets für die Umwelt und soziale Gerechtigkeit eingesetzt, auch wenn die peruanischen Regierungen in der Vergangenheit oft Umweltprobleme ignoriert haben. Es bleibt abzuwarten, ob ein Besuch des Papstes in Peru bevorsteht – die Hoffnung darauf schwebt in der Luft.