Wenn du schon mal in Italien unterwegs warst, weißt du, wie sehr man sich manchmal über endlose Staus ärgern kann. Aber jetzt gibt es ein Licht am Ende des Tunnels! Ab dem 1. Juni 2026 soll eine neue Regelung in Kraft treten, die Autofahrern in Italien eine Rückerstattung der Autobahnmaut bei Staus und Baustellen ermöglicht. Das hat die Autorità di Regolazione dei Trasporti (ART) beschlossen und könnte für viele Urlauber eine wahre Erleichterung sein.
Das Ganze funktioniert so: Wenn du durch Baustellen oder Verkehrsbehinderungen erheblich ausgebremst wirst, hast du Anspruch auf eine Rückerstattung. Bei Strecken von 30 bis 50 Kilometern kannst du bereits ab einer Verzögerung von mindestens 10 Minuten etwas zurückbekommen. Bei längeren Strecken über 50 Kilometer sind es sogar mindestens 15 Minuten, die du warten musst, um einen Erstattungsanspruch geltend zu machen. Das klingt doch schon mal fair, oder?
Wie viel gibt’s zurück?
Die Rückerstattungen sind gestaffelt, je nachdem, wie lange du tatsächlich im Stau stehst. Bei vollständigen Verkehrsblockaden sieht es so aus: Wenn du zwischen 60 und 119 Minuten stillstehst, bekommst du 50 Prozent der Maut zurück. Bei 120 bis 179 Minuten sind es sogar 75 Prozent. Und wenn du über drei Stunden im Stau stehst, bekommst du die volle Rückerstattung! Das ist nicht nur ein wenig Geld, das einem unter Umständen die Reise etwas versüßen kann.
Aber Achtung, nicht alle Baustellen sind von dieser Regelung betroffen. Notfall-Baustellen und mobile Baustellen sind bis Ende 2027 ausgenommen. Das bedeutet, dass du bei kurzfristigen Baustellen, die nach einem Unwetter oder einem Unfall eingerichtet werden, nicht mit einer Rückerstattung rechnen kannst. Ziemlich ärgerlich, wenn du gerade auf dem Weg zu deinem Traumurlaub bist und dann auf eine solche Hürde stößt!
Einheitliche App in Planung
Um die Bürokratie zu vereinfachen, wird eine einheitliche App zur Beantragung der Rückerstattungen geplant. Das klingt vielversprechend, denn wer hat schon Lust, sich durch den Papierkram zu kämpfen? Es bleibt jedoch unklar, wie ausländische Fahrzeughalter von dieser Regelung profitieren können. Das könnte für viele Reisende eine wichtige Frage sein, denn die Maut in Italien wird nach der gefahrenen Strecke und der Fahrzeugklasse berechnet – eine Vignettenpflicht gibt es nicht.
Wie läuft das Ganze ab? Du ziehst beim Auffahren auf die Autobahn ein Ticket und zahlst beim Verlassen, basierend auf der zurückgelegten Strecke. In der Umgebung von Mailand wird die Maut vor allem im geschlossenen System erhoben, während es auch moderne Free-Flow-Systeme auf vielen Strecken gibt. Das bedeutet, dass dein Fahrzeug elektronisch erfasst wird, ohne dass du anhalten musst – einfach durchfahren und später die Maut bezahlen, ganz ohne Stress.
Ein paar Details zur Maut
Für Autofahrer gibt es einiges zu beachten: Mautgebühren werden an Mautstationen im geschlossenen oder offenen System erhoben. Bei Ticketverlust oder fehlendem Ticket können Strafgebühren fällig werden, und auch die Nachzahlung innerhalb von 15 Tagen ist möglich, aber nicht immer einfach. Die Bezahlung an den Mautstationen erfolgt oft bar oder mit Kreditkarte. Es gibt sogar spezielle Spuren für Telepass-Nutzer, die bargeldlos zahlen können – eine tolle Möglichkeit, um Zeit zu sparen!
Insgesamt wird die neue Regelung zur Maut-Rückerstattung bei Staus und Baustellen sicherlich für viele Autofahrer von Interesse sein. Wer in den kommenden Jahren in Italien unterwegs ist, sollte sich also gut informieren und vielleicht die eine oder andere Rückerstattung in Anspruch nehmen. Die Straßen sind zwar manchmal voll, aber die Aussicht auf Erstattung könnte die Geduld auf den Straßen des Bel Paese etwas erträglicher machen.