Heute ist der 4. Mai 2026, und während die Sonne über Köln aufgeht, hat die Kriminalpolizei spannende Neuigkeiten zu verkünden. In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“, die am Mittwoch, dem 6. Mai, ausgestrahlt wird, stehen zwei ungeklärte Fälle im Mittelpunkt, die die Kölner Bevölkerung aufmerken lassen sollten. Die Ermittler hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung, denn jeder kleine Puzzlestück könnte entscheidend sein.
Der erste Fall, der die Gemüter erregt, ist der Mord an Bianca B. Sie war 48 Jahre alt, als sie am 4. Juli 1992 tot in ihrer Wohnung in der Kölner Innenstadt aufgefunden wurde. Bianca war als Prostituierte unter dem Namen „Yvonne“ bekannt und lebte in einem Apartment über dem bekannten Spielclub „Picadilly“. Die Obduktion zeigte, dass sie bereits einen Tag vor Entdeckung getötet worden war. Die Wohnung? Durchwühlt. Es deutet alles auf einen Raubmord hin, wobei die Ermittler vermuten, dass ihr letzter Kunde der Täter sein könnte. Zeugen, die Bianca zwischen dem 1. und 4. Juli 1992 gesehen haben, werden dringend gesucht.
Bewaffneter Raubüberfall in Raderberg
Der zweite Fall hat sich erst vor kurzem ereignet. Am 23. Dezember 2021 ereignete sich ein bewaffneter Raubüberfall in Köln-Raderberg. Drei unbekannte Männer drangen in den Feinkostgroßhandel „Mare Atlantico“ ein und bedrohten die Anwesenden mit Schusswaffen. Die Situation war angespannt, als während des Überfalls mehrere Schüsse in die Luft abgegeben wurden. Ein Täter entwendete Bargeld aus einem Rollcontainer, während ein vierter Komplize draußen in einem dunklen Fluchtfahrzeug wartete. Die Täter entkamen unerkannt, und die Kriminalpolizei bittet auch hier um Mithilfe. Wer etwas gesehen oder gehört hat, kann sich unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de melden.
Die Kriminalitätslage in Deutschland
Die Ermittlungen zu diesen zwei Fällen finden vor dem Hintergrund einer vielschichtigen Kriminalitätsentwicklung in Deutschland statt. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamts gab es im Jahr 2024 einen Rückgang um 1,7 % auf rund 5,84 Millionen Straftaten. Interessanterweise sind weniger Cannabis-Delikte dafür verantwortlich, seit die Teillegalisierung im April 2024 in Kraft trat. Dennoch bleibt die Zunahme bei Straftaten, die das Sicherheitsgefühl der Menschen beeinträchtigen, besorgniserregend.
Besonders die Dunkelfeldstudien zeigen, dass viele Verbrechen, wie etwa Vergewaltigungen, seltener angezeigt werden als Einbrüche. Die häufigsten Kriminalitätsarten in 2024 waren Diebstähle, Vermögens- und Fälschungsdelikte, während Verbrechen gegen das Leben, wie Mord und Totschlag, nur 0,1 % der Fälle ausmachten. Ein weiteres beunruhigendes Detail: Die höchste Kriminalitätsrate wurde in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg verzeichnet.
Die Aufklärungsquote lag 2024 bei 58 %, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Das bedeutet, dass nicht alle Verbrechen aufgeklärt werden können, und es bleibt zu hoffen, dass die anstehenden Sendungen wie „Aktenzeichen XY… ungelöst“ dazu beitragen, Licht in die Dunkelheit dieser beiden Fälle zu bringen.
Die Kölner sind aufgerufen, wachsam zu sein und ihre Augen und Ohren offen zu halten. Vielleicht gibt es irgendwo einen Zeugen, der die entscheidende Information hat, um diese spannenden, aber tragischen Fälle endlich zu lösen.