Rodenkirchen – Ein frischer Wind weht durch das Neubaugebiet „Die Welle“, das gerade erst in aller Munde ist. Die neue Bedarfsampel am Raderberggürtel, die Fußgängern und Radfahrern helfen soll, sicher die Straße zu queren, ist ein heißes Thema. Doch statt einem unbeschwerten Überqueren erleben viele Menschen lange Wartezeiten, die bis zu zwei Minuten betragen können. Einmal drücken, und dann heißt es: Geduld haben! Bis zu 60 Sekunden warten Fußgänger auf das erlösende Grün – das ist einfach zu lang, finden die Rodenkirchener Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD.

Die Situation ist nicht ganz ungefährlich. Es ist nicht zu übersehen, dass die vielen Familien und Kinder, die die Grundschule Annastraße besuchen, gefährdet sind. Jörg Klusemann von der SPD berichtet von besorgten Eltern, die trotz roter Ampel die Straße überqueren. Das hat auch die FDP/KSG-Fraktion und Lucia Hinsen von Volt auf den Plan gerufen. Der einstimmig angenommene Antrag, die Ampelschaltung zu überarbeiten, soll die Wartezeiten für Fußgänger und Radfahrer auf maximal 30 Sekunden reduzieren. Ein dringend nötiger Schritt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen!

Ein Blick über den Tellerrand

Spannenderweise gibt es in anderen Städten interessante Ansätze zur Ampelschaltung. Im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel beispielsweise erlebten Fußgänger und Radfahrer ein wahres „Dauergrün“. Hier müssen die Autos ihre Grünphase anfordern – das klingt fast nach einer kleinen Revolution im Verkehr! Eine Wärmebildkamera erkennt die wartenden Fußgänger und Radfahrer und schaltet die Ampel entsprechend um. An einem Testtag warteten sie nie länger als 20 Sekunden – das ist doch mal ein Wort. Ein solches System könnte vielleicht auch in Rodenkirchen für mehr Sicherheit und weniger Stau sorgen. Schließlich waren an der Kreuzung in Hamburg täglich rund 6000 Kraftfahrzeuge und 7000 Fußgänger und Radfahrer unterwegs.

In Deutschland gibt es rund 60.000 Ampeln, und die Diskussion über lange Wartezeiten ist nicht neu. Besonders ältere Menschen klagen oft über die umständlichen Schaltungen. Was wäre, wenn Countdown-Ampeln, die die Wartezeiten anzeigen, häufiger zum Einsatz kämen? Das könnte nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch die Geduld der Wartenden auf die Probe stellen. Der ADAC und der VCD haben bereits Vorschläge unterbreitet, wie zeitversetztes und gleichzeitiges Grün für Fußgänger an stark frequentierten Knotenpunkten. Man könnte fast meinen, die Ampeln könnten ein bisschen mehr „Menschlichkeit“ vertragen.

Eine neue Richtung für Fußgänger

Das Verkehrsministerium hat eine klare Vision: den Fußverkehr sicherer und attraktiver gestalten! Dazu wurden Handlungsempfehlungen erarbeitet, die unter anderem kürzere Wartezeiten an Ampeln vorsehen. Täglich legen die Deutschen rund 60 Millionen Wege zu Fuß zurück – das macht etwa 22 % aller Wege aus. Doch die Prognosen sehen einen Rückgang des Fußverkehrs um 5 % bis zum Jahr 2040. Das ist alarmierend! Der Lobbyverband „FUSS“ sieht die Strategie der Bundesregierung als großen Schritt in die richtige Richtung, um dem entgegenzuwirken.

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Die Notwendigkeit, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, wird immer deutlicher. In vielen Stadtgebieten sind Fußgänger der häufigste Verkehrsteilnehmer. Es bleibt zu hoffen, dass die Ampelschaltungen bald nicht nur in Rodenkirchen, sondern auch anderswo angepasst werden, um den stetig wachsenden Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Schließlich sollte das Überqueren einer Straße nicht zum Nervenkitzel werden, oder? Man möchte schließlich nicht jeden Tag ein Abenteuer erleben, wenn man nur zur Schule, zur Arbeit oder einfach zum nächsten Café möchte.