Die Hitze legt sich über Köln wie ein schwerer, drückender Mantel. Wie eine ungebetene Gäste kündigt sich die nächste Hitzewelle in der kommenden Woche an. Was das für die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) bedeutet? Ein heißes Pflaster! Besonders auf den Linien 1, 7, 9, 12 und 15 wird es brenzlig. Denn jede zweite Bahn hat keine Klimaanlage! Und da kann die Temperatur in den Zügen schon mal auf schwindelerregende 46 Grad steigen. Das klingt nicht nur unangenehm, sondern ist auch für das Fahrpersonal eine echte Herausforderung.

Die KVB ist sich der extremen Bedingungen bewusst. Eine Sprecherin hat bestätigt, dass die Belastungen für die Fahrerinnen und Fahrer erheblich sind. Besonders auf den oberirdischen Strecken, wo die alten Straßenbahnen, teils aus dem Jahr 2001, ohne funktionierende Klimaanlage unterwegs sind, wird das Fahren zum Hitzetest. In der Fahrerkabine kann die Temperatur sogar 5-6 Grad über der Außentemperatur liegen – das ist kein Spaß.

Maßnahmen gegen die Hitze

Um den Fahrern die drückende Hitze etwas erträglicher zu machen, hat die KVB ein Maßnahmen-Paket geschnürt. Ab 30 Grad gibt es Trinkwasser und Kühltücher für das Fahrpersonal, was sicherlich eine kleine Erleichterung darstellt. Zudem werden die Fahrerinnen und Fahrer spätestens nach zweieinhalb Stunden abgelöst, wenn die Hitze zu viel wird. In den Aufenthaltsräumen sind Wasserspender aufgestellt, damit niemand auf dem Trockenen sitzt. Ein Dankeschön an alle Mitarbeitenden, die bei diesen Temperaturen durchhalten!

Die Linie 7 zwischen Zündorf und Frechen steht dabei besonders im Fokus, denn hier sollen klimatisierte Bahnen zum Einsatz kommen. Aber das Grundproblem bleibt: Ein Mangel an klimatisierten Fahrzeugen. Die Modernisierung der Flotte ist bis 2027 geplant, aber die Nachrüstung bestehender Züge wird oft durch Gewichts- und Platzprobleme erschwert. Die ältesten Bahnen, die auf den Linien 16 und 18 fahren, sollen in fünf bis zehn Jahren ausgemustert werden – ein Lichtblick in der Hitze.

Ein Blick über den Tellerrand

Interessanterweise zeigt sich, dass die Herausforderungen des Klimawandels nicht nur Köln betreffen. Auch in Nürnberg, wo seit 2012 Klimaanlagen bei Neufahrzeugen Standard sind, kommt es bei extremen Temperaturen zu Problemen. Dort wird ein Hitzeaktionsplan regelmäßig aktualisiert, und in den letzten Jahren waren neun der zehn wärmsten Jahre seit 2014. Das lässt die Frage aufkommen: Wie gehen andere Städte mit dieser Thematik um?

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In der Regel ist die Klimatisierung in Fahrzeugen ein komplexes Thema. Die Temperatur wird an die Außentemperatur angepasst, und bei defekten Klimaanlagen bleibt oft nur die Möglichkeit, Fenster zu öffnen. Ein kluger Schachzug ist es, die Türen an heißen Tagen nur auf Anfrage zu öffnen, um die kühle Luft im Inneren zu halten. Bei der VAG in Nürnberg haben die meisten Fahrzeuge mittlerweile eine moderne Klimatisierung, während ältere Modelle aus den 90ern ohne diese Annehmlichkeit auskommen müssen.

Die KVB wartet unterdessen auf die Lieferung von 62 neuen Zügen von Alstom, die im zweiten Halbjahr 2027 eintreffen sollen. Auch die ersten Fahrzeuge der Firma Stadler für das Hochflurnetz sollen ab 2028 kommen. Es bleibt also spannend, ob die Kölner bald in klimatisierten Bahnen durch die Stadt fahren können.

In der Zwischenzeit ist es ratsam, immer genug Trinkwasser dabei zu haben und regelmäßig zu trinken. Schließlich ist der ÖPNV nicht nur eine praktische Möglichkeit, von A nach B zu kommen, sondern auch ein Ort, an dem wir gemeinsam die Herausforderungen der Hitze meistern können – und das mit einem Hauch von Kölner Frohnatur!