In Köln ist aktuell ein besorgniserregender Fall von Betrug an einer Seniorin bekannt geworden. Die Polizei Köln ist auf der Suche nach einem mutmaßlichen Betrüger, der am 21. Januar dieses Jahres die Kontodaten einer 73-jährigen Frau ergaunert hat. Der Schwindler gab sich am Telefon als Polizeibeamter aus und erzählte der Dame eine haarsträubende Geschichte. Er warnte sie vor einer angeblichen gewalttätigen Einbrecherbande, die in ihrer Nachbarschaft unterwegs sei und ihr Haus umstellt hätte. Ein fieser Trick, um die Seniorin in Angst und Schrecken zu versetzen!

Die Masche des Betrügers war perfide: Er forderte sensible Informationen wie die IBAN der Frau und die PINs ihrer Debitkarten. Um die Sache noch glaubwürdiger zu machen, sollte die 73-Jährige ihre Karten vor das Zugangstor legen – was sie letztendlich auch tat. Ein unbekannter Abholer kam, schnappte sich die Karten und wenig später, um 14.45 Uhr, hob der gesuchte Mann insgesamt 4.000 Euro vom Konto der Seniorin ab. Die Polizei hat bereits Fotos des Gesuchten im Fahndungsportal veröffentlicht und hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer etwas weiß, kann sich unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de melden.

Ähnliche Betrugsmaschen in anderen Städten

Interessanterweise scheint die Masche mit falschen Polizeibeamten nicht nur in Köln, sondern auch in anderen Städten wie Frankfurt am Main weit verbreitet zu sein. Im Juni 2025 erhielt ein 79-jähriger Senior dort einen ähnlichen Anruf. Der Anrufer informierte ihn über vermehrte Einbrüche in der Nachbarschaft und bot Schutz an. Am Ende kam ein unbekannter Mann vorbei und nahm die EC-Karte samt PIN des Seniors mit. Auch hier wurde die Karte später von weiteren Komplizen an Geldautomaten eingesetzt. Es ist ein trauriges Beispiel dafür, wie skrupellos die Täter vorgehen, um ältere Menschen zu betrügen.

Die Polizei weiß, dass Betrug und Diebstahl an der Haustür vor allem auf ältere Menschen abzielen. Die Täter treten oft in verschiedenen Rollen auf: als seriöse Geschäftspersonen, Handwerker oder sogar als hilfsbedürftige Personen. Trickbetrug ist hier das Stichwort. Oftmals wird versucht, unter einem Vorwand in die Wohnung der Opfer zu gelangen. Die Ablenkung durch einen Täter ermöglicht es einem zweiten, unbemerkt Bargeld oder Wertgegenstände zu stehlen. Es ist ein perfides Spiel, das viel zu viele Menschen in Angst und Schrecken versetzt.

Schutzmaßnahmen für Senioren

Die Polizei gibt einige wertvolle Ratschläge, um solche Betrugsversuche zu vermeiden. Vor dem Öffnen der Tür sollten Senioren durch den Türspion oder das Fenster prüfen, wer vor der Tür steht. Eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme ist der Sperrriegel – nur so kann man sich sicher fühlen. Unbekannte sollten niemals in die Wohnung gelassen werden, und im Zweifel ist es besser, die betreffende Person zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu bestellen, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.

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Betrugsversuche durch angebliche Amtspersonen sind besonders tückisch. Senioren sollten immer nach dem Dienstausweis fragen und diesen gründlich prüfen. Im Zweifelsfall kann es nicht schaden, die Behörde selbst anzurufen und die Telefonnummer selbst herauszusuchen. Und noch ein wichtiger Punkt: Banken und Behörden schicken niemals „Geldwechsler“ oder „Falschgeld-Prüfer“ ins Haus. Wer solche Personen sieht, sollte sofort die Polizei verständigen.

Die Angst vor kriminellen Bedrohungen ist in den letzten Jahrzehnten bei älteren Menschen gestiegen. Auch wenn sie statistisch gesehen seltener Opfer von Straftaten werden, beeinflusst die subjektive Wahrnehmung der Sicherheit oft ihre Lebensqualität. Umso wichtiger ist es, über solche Betrugsmaschen aufzuklären und Senioren zu ermutigen, wachsam zu bleiben.