Hoffnung auf vier Pfoten: Christine und Clooneys heldenhafter Einsatz in Venezuela
Es gibt Momente im Leben, die einem die Tränen in die Augen treiben – und dann gibt es Geschichten, die das Herz berühren. So eine Geschichte ist die von Christine Pestka und ihrem treuen Begleiter, dem Rettungshund Clooney. Nach einem herausfordernden Einsatz in Venezuela sind die beiden zurück in ihrer Heimat, Köln-Porz, und bringen jede Menge Eindrücke mit. Am 24. Juni erschütterten zwei schwere Erdbeben mit einer Stärke von 7,2 und 7,5 den südamerikanischen Staat, und das Technische Hilfswerk (THW) wurde schnell aktiv.
Christine und Clooney, der drei Jahre alte Border Collie, sind Teil der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des THW. Ihre Reise begann am 25. Juni, als das Team sich im Ortsverband Köln-Porz versammelte. In der darauffolgenden Nacht ging es nach Wunstorf, Niedersachsen, von wo aus sie am 27. Juni mit zwei Transportflugzeugen der Bundeswehr nach Venezuela flogen. An Bord waren nicht nur die beiden, sondern auch vier weitere Rettungshunde und etwa fünfzehn Tonnen Material, das sie zum Einsatzort bringen wollten. Das war keine kleine Sache.
Die Herausforderungen vor Ort
In Caraballeda, im Bundesstaat La Guaira, angekommen, startete das SEEBA-Team sofort mit der Erkundung möglicher Einsatzstellen. Die Such- und Rettungsmaßnahmen wurden im Zwei-Schicht-System durchgeführt – ein echter Kraftakt unter extremen Bedingungen. Die Hitze war drückend, der Lärm der Umgebung ließ einem kaum Ruhe. Internationalen Teams aus verschiedenen Ländern waren ebenfalls im Einsatz, und gemeinsam mit einer spanischen Einheit koordinierte SEEBA einen Sektor nördlich von Caracas. Es war eine beeindruckende Zusammenarbeit.
Doch das Schicksal war nicht immer auf ihrer Seite. An einer Einsatzstelle gab es Lebenszeichen einer verschütteten Person, und die Hoffnung, sie zu retten, war groß. Leider brachen diese Signale während des Rettungsversuchs ab. Ein niederländisches Such- und Rettungsteam prüfte die Situation und schloss die Einsatzstelle. Ein schwerer Schlag für alle Beteiligten.
Hilfe für Venezuela
Bevor das Team die Rückreise antreten musste, hinterließ das THW dem Venezolanischen Roten Kreuz rund fünf Tonnen Hilfsmaterial im Wert von etwa 330.000 Euro. Das Material sollte einem Feldhospital zugutekommen, was in Anbetracht der Umstände besonders wichtig war. Die Finanzierung des Einsatzes wurde durch das Auswärtige Amt sichergestellt, und so konnte das THW einen kleinen Teil dazu beitragen, die Not der Menschen vor Ort zu lindern.
Christine Pestka, die seit vielen Jahren als Rettungshundeführerin tätig ist und seit 2017 Teil der SEEBA, hat in diesem Einsatz einmal mehr unter Beweis gestellt, wie wichtig ihre Arbeit ist. Clooney, als ihr treuer Partner, hat in dieser schwierigen Zeit wertvolle Unterstützung geleistet. Die beiden haben unter extremen Bedingungen ihr Bestes gegeben – und das ist einfach bewundernswert.
Barrierefreiheit im Fokus
Übrigens, das THW denkt nicht nur an die Rettung in Krisensituationen, sondern auch an die Barrierefreiheit ihrer Dienste. Auf der Webseite der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk wird an der Verbesserung der Zugänglichkeit gearbeitet. Das Ziel ist es, Hürden für Menschen mit Behinderungen zu beseitigen – ein wichtiger Schritt, um allen den Zugang zu den Informationen und Hilfestellungen zu erleichtern. Es wird regelmäßig überprüft, ob die Webseite den aktuellen Anforderungen entspricht.
Wenn Sie Feedback zur Barrierefreiheit haben oder Informationen benötigen, können Sie sich direkt an das THW wenden. Schließlich ist es wichtig, dass jeder die Möglichkeit hat, Hilfe zu erhalten – egal in welcher Form.
Es ist einfach eine beeindruckende Sache, wenn Menschen und Tiere wie Christine und Clooney sich in den Dienst der guten Sache stellen. Ihre Rückkehr nach Köln-Porz ist nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung für viele, die in Not geraten sind. Was für eine Geschichte!
