Heute ist der 5.07.2026 und in Porz wird gefeiert. Herbert Ihle, ein stiller, aber beeindruckender Musiker, hat nun das stolze Alter von 80 Jahren erreicht. Wer hätte gedacht, dass ein Junge, der einst die Western-Gitarre seines Vaters in die Hände nahm, zu einem so vielseitigen Künstler heranwachsen würde? Die Beatles waren seine Inspiration – eine Band, die die Musikwelt revolutionierte und die auch Ihles Leben maßgeblich prägte.

Seine ersten Schritte auf der Bühne machte er 1962 während des Kölner Karnevals. Bei seinem ersten Auftritt war die Kneipe schnell leer, aber das hat ihn nicht entmutigt. Im Gegenteil! Er machte weiter und übte fleißig zu Hause, oft mit absurden englischen Texten, die ihn zum Schmunzeln brachten. Die Musik war für Ihle immer eine Art Ausbruch, ein Ventil für seine Kreativität.

Von den Anfängen bis zur ersten Band

Ihle gründete seine erste richtige Band, I. & Co., in der auch Erry Stoklosa von den Bläck Fööss mitwirkte. Ein Sprungbrett, das ihn zu der Band That’s New führte, die im Hamburger Starclub auftrat. In dieser Zeit erlebte die Band Höhen und Tiefen, wurde entdeckt und umbenannt in The End. Die erste Single war ein Anfang, doch die Plattenfirma löste sich auf, was für Ihle eine weitere Wendung in seiner musikalischen Reise bedeutete.

Seine musikalische Karriere führte ihn weiter zu den Studiochören, wo er unter dem Namen Tanned Leather zwei Alben aufnahm. Die Musik war amerikanisch angehaucht – ein Hauch von Rock’n’Roll und Disco. Und während er in München als Studiomusiker arbeitete, erlernte er Notenkenntnis und Atemtechnik von einer Opernsängerin. Das hat ihn nicht nur als Künstler, sondern auch als Menschen wachsen lassen. Herbert Ihle kann heute die Arie „Nessun Dorma“ singen und hat eine beeindruckende Stimme mit einer Reichweite von vier Oktaven.

Ein Leben für die Musik

Die Musikgeschäfte, die er in Porz betrieb, bildeten den finanziellen Rückhalt für seine künstlerischen Ambitionen. Unter dem Pseudonym Uncle Sam wagte er sich an eine Disco-Version von „Oh Pretty Woman“. Er arbeitete mit Größen wie Andrea Berg, den Flippers und Helene Fischer zusammen. Immer wieder blieb sein Herz jedoch bei der Band, die er gründete – der Jet Set Band. Hier spielt er nach wie vor mit Birgit Rüssmann und plant für Ende 2026 Weihnachtskonzerte in Porz.

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Und, wie könnte es anders sein: Beatles-Songs wird man bei Ihle nicht hören. Diese heiligen Klassiker bewahrt er sich für sich, denn sie haben einen besonderen Platz in seinem Herzen. Die Beatles selbst haben eine Ära geprägt, die nicht nur Herbert Ihles musikalische Laufbahn beeinflusste, sondern auch die gesamte Popkultur. Von den Anfängen als Skiffle-Gruppe in Liverpool bis hin zur weltweiten Berühmtheit – die Band hat die Musiklandschaft für immer verändert.

In den frühen 60ern, als Herbert seine ersten Schritte in der Musik wagte, erlebte die Welt die Aufstieg von „Beatlemania“. Die Beatles, die 1964 in die USA reisten, um die Massen mit ihrer Musik zu begeistern, haben auch Ihle inspiriert. Ihre legendären Konzerte und Filme wie „A Hard Day’s Night“ schufen eine neue Ära des Pop. Es ist kein Wunder, dass ein junger Musiker aus Porz davon träumte, selbst einmal auf der Bühne zu stehen.

Herbert Ihle, der stille Musiker aus Porz, hat viel erlebt und erreicht, und sein 80. Geburtstag ist ein Grund zum Feiern. Die Musik ist für ihn nicht nur ein Beruf, sondern eine Leidenschaft, die ihn ein Leben lang begleitet hat. Und so wird er auch weiterhin auf der Bühne stehen, nicht nur als Musiker, sondern auch als lebendige Legende.