Am kommenden Samstag, dem 12. Juni 2026, wird im Erzbistum Köln ein ganz besonderes Fest gefeiert – das Herz-Jesu-Fest. Ein Tag voller Bedeutung für die katholische Gemeinschaft, an dem die Weihe von drei neuen Priestern im Kölner Dom im Mittelpunkt steht. Dieses Fest, das traditionell dem priesterlichen Dienst gewidmet ist, wird in diesem Jahr von den Neupriesteramtskandidaten Christian Gawenda, Marek Osiecki und Francesco Tabacco geprägt.
Christian Gawenda, ein Kind der Gemeinde Christus-König in Köln-Porz, hat sich in den letzten Jahren intensiv auf diesen Moment vorbereitet. Er wird in der pastoralen Einheit Porz eingesetzt. Marek Osiecki, der aus dem polnischen Toruń stammt, wird in den Pfarreien St. Remigius in Leverkusen-Opladen und St. Maurinus und Marien in Leverkusen tätig sein. Und nicht zu vergessen: Francesco Tabacco, der seine Wurzeln in Avezzano, Italien, hat und in der pastoralen Einheit Euskirchen eingesetzt wird. Das ist schon eine bunte Mischung!
Ein langer Weg zur Weihe
Der Weg zum Priester ist kein Zuckerschlecken. In der Regel dauert die Ausbildung acht Jahre. Fünf Jahre Theologiestudium, gefolgt von einem zweiten Ausbildungsblock im Kölner Priesterseminar. Da kommen praktische und theoretische Elemente zusammen, die darauf abzielen, die angehenden Priester auf ihren Dienst vorzubereiten. Nach dem ersten Jahr im Seminar werden die Kandidaten zu Diakonen geweiht. Das bedeutet, sie dürfen predigen, taufen, trauen und beerdigen. Nach einem weiteren Jahr in der Ausbildungsgemeinde und im Seminar erfolgt schließlich die Weihe zum Priester. Ein steiniger, aber lohnenswerter Weg!
Nach der Weihe dürfen die neuen Priester dann auch die Eucharistie feiern, das Sakrament der Versöhnung spenden und die Krankensalbung erteilen. Das ist nicht nur ein großer Schritt für sie persönlich, sondern auch eine große Bereicherung für die Gemeinden, in denen sie wirken werden.
Was das Herz-Jesu-Fest wirklich bedeutet
Das Herz-Jesu-Fest hat eine tiefere Bedeutung, die über die Weihe hinausgeht. Es erinnert an die bedingungslose Liebe Jesu, die in der katholischen Kirche als Symbol der tiefsten personalen Mitte des Menschen verehrt wird. Dieses Hochfest wird jährlich am dritten Freitag nach Pfingsten gefeiert und hat seine Wurzeln im Mittelalter, als Mystiker wie die heilige Gertrud von Helfta und der heilige Bernhard von Clairvaux die Verehrung des Herzens Jesu förderten. Die heilige Margareta Maria Alacoque erhielt im 17. Jahrhundert Visionen von Jesus, die sie dazu inspirierten, die Herz-Jesu-Verehrung zu verbreiten.
Die Feier der Priesterweihe an einem Tag, der so eng mit der Verehrung des Herzens Jesu verbunden ist, hat für die Neupriester eine besondere Bedeutung. Es ist eine Erinnerung an ihre Berufung, das Evangelium zu verkünden und die Gläubigen auf ihrem Weg zu begleiten. Ein Tag, an dem sie nicht nur in ihren neuen Dienst eingeführt werden, sondern auch an die Notwendigkeit der lebenslangen Herzensbildung im Sinne Jesu erinnert werden.
Die Weihe findet im Kölner Dom statt – einem Ort, der für viele Gläubige eine besondere spirituelle Bedeutung hat. Es ist ein Moment, der die Herzen von vielen Menschen berührt und die Gemeinschaft stärkt. Ein Anlass, um innezuhalten und die eigene Beziehung zu Gott und den Mitmenschen zu reflektieren. Und wenn die neuen Priester dann zum ersten Mal die Eucharistie feiern, wird das sicher für alle ein unvergessliches Erlebnis!