In der Nacht zu Sonntag wurde Köln von einem lauten Knall erschüttert. Anwohner in der Innenstadt hörten die Explosion eines selbstgebauten Sprengsatzes, der vor einem Mehrfamilienhaus detonierte. Um 4 Uhr in der Früh, als die meisten Menschen friedlich in ihren Betten schlummerten, wurden sie durch das laute Geräusch geweckt. Die Feuerwehr wurde umgehend alarmiert, doch glücklicherweise gab es keine Personenschäden. Ermittler vermuten, dass die Explosion im Eingangsbereich des Hauses eine improvisierte Sprengvorrichtung war – eine erschreckende Vorstellung für die Anwohner.
Doch das war nicht der einzige Vorfall, der die Kölner Bürger in dieser Nacht in Atem hielt. In der darauffolgenden Nacht, also am Montag, wurden Schüsse auf ein Wohngebäude in Bilderstöckchen abgegeben. Anwohner meldeten, dass sie Schüsse gehört hatten, und als die Polizei eintraf, fanden sie mehrere Einschusslöcher an den Fensterscheiben einer Wohnung im zweiten Stock. Auch hier blieb das Glück auf der Seite der Bewohner – die 70 und 71 Jahre alten Mieter blieben unverletzt, was man bei solch einem Vorfall kaum für möglich hält. In der Wohnung wurden Projektile gefunden, die die Polizei nun näher untersuchen möchte.
Polizei ermittelt in mehreren Fällen
Die Kölner Polizei hat nun die Aufgabe, mögliche Verbindungen zwischen diesen beiden Vorfällen und anderen kürzlichen Taten zu prüfen. Unter den früheren Vorfällen, die die Stadt in den letzten Wochen erschüttert haben, sind Einschüsse an der Glasfassade eines Schmuckgeschäfts und eine Brandvorrichtung, die vor einem Eiscafé in Köln-Raderberg platziert wurde. Komischerweise gibt es auch Berichte über ein Schnellrestaurant, das mehrfach unter Beschuss geraten ist. In diesem Zusammenhang wurden drei Männer vorübergehend festgenommen, jedoch später wieder freigelassen. Ein 51-jähriger Verdächtiger steht im Verdacht, die Schüsse in Bilderstöckchen abgegeben zu haben, aber seine Beweggründe sind bislang völlig unklar.
Die Ermittler sind gefordert, die Puzzlestücke zusammenzusetzen. In einer Stadt, die für ihre Lebensfreude und Kultur bekannt ist, ist es beunruhigend zu sehen, dass solche Gewalttaten zunehmen. Die Kölner Bürger fragen sich, woher diese Gewalt kommt und was als Nächstes passieren könnte. Es bleibt zu hoffen, dass die Polizei zügig Licht ins Dunkel bringt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht. In einer Zeit, in der die Stadt auf den Straßen pulsiert, sind solche Taten ein dunkler Schatten auf dem Lebensgefühl der Kölner.