In Bilderstöckchen gibt es Grund zur Freude! Am Mittwoch wurde eine neue Fuß- und Radwegbrücke eröffnet, die es Fußgängern und Radfahrern ermöglicht, die Äußere Kanalstraße an der Escher Straße endlich wieder ohne lästiges Anhalten zu überqueren. Ein kleiner, aber feiner Schritt in Richtung mehr Mobilität und Sicherheit für alle, die sich hier fortbewegen. Es ist fast so, als hätte man einen alten Freund, der lange weg war, zurückgeholt!
Die Feierlichkeit lockte einige prominente Gesichter an. Unter anderem waren Viktor Haase, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW, Kölns Mobilitätsdezernent Ascan Egerer sowie Sonja Rode, die Leiterin des Amtes für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, vor Ort. Egerer bezeichnete die neue Brücke als eine essentielle Schließung einer „zentralen Lücke“ im Radverkehrsnetz der Stadt. Diese Verbindung ist nicht nur für den Alltagsverkehr, sondern auch für die Freizeitgestaltung von großer Bedeutung.
Eine moderne Verbindung
Mit einer Länge von 47 Metern und einer Breite von vier Metern (das ist immerhin einen Meter breiter als das vorherige Bauwerk!) ist die Brücke ein echtes Schmuckstück. Sie wird von einer Stütze in der Mitte getragen, die sich zwischen den Fahrbahnen der Äußeren Kanalstraße befindet. Hier hat man sich für vorgefertigte Holzelemente entschieden, die im Dezember 2022 von zwei Großkränen eingehoben wurden. Und, ganz ehrlich, wenn man schon so viel Wert auf Nachhaltigkeit legt – die Brücke gilt als die modernste und nachhaltigsten Holzbrücke unter den 440 Bestandsbrücken der Stadt! Wer hätte gedacht, dass Holz so stark sein kann?
Die alte Brücke, die 1991 eröffnet wurde, war zeitweise in einem so schlechten Zustand, dass sie 2020 gesperrt werden musste. Nach einer Überprüfung im März 2021 wurde sie provisorisch gestützt, bevor man sie schließlich im April abbaute. Der Neubau hat übrigens rund 3,1 Millionen Euro gekostet, wovon 2,7 Millionen Euro (also 90%) aus Fördergeldern von Land und Bund stammen. Da kann man wirklich nicht meckern!
Ein Blick in die Zukunft
Übrigens, die neuen Pläne für die Brücke sind auch schon am Horizont zu sehen! Ab 2025 wird an derselben Stelle eine barrierefreie Geh- und Radwegbrücke in geschützter Holzbauweise entstehen. Dieses zweifeldrige Bauwerk wird, wie die aktuelle Brücke, auch eine Mittelstütze zwischen den Fahrbahnen haben. Die Spannweiten des Tragwerks betragen jeweils 23,50 Meter. Man kann sich wirklich auf eine Brücke freuen, die nicht nur schön aussieht, sondern auch durch ihre Bauweise den Energie- und Ressourcenverbrauch minimiert.
Solche Projekte sind nicht nur lokal wichtig, sondern stehen auch im Einklang mit größeren Zielen. In anderen Städten, wie Mannheim, wird ebenfalls an der Förderung des Radverkehrs gearbeitet. Dort wird der Franklin-Steg, eine sichere Verbindung zwischen Stadtteilen, mit einer Förderung von rund neun Millionen Euro aus Bundesmitteln gebaut. Es zeigt sich, dass Fahrradbrücken nicht nur eine praktische Lösung sind, sondern auch ein Zeichen für die Zukunft der urbanen Mobilität.
Mit jedem neuen Bauwerk wird ein Stück mehr an Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger geschaffen. Die Brücke in Bilderstöckchen, und die, die noch kommen werden, sind der Anfang von etwas Großem – einer nachhaltigen, modernen und sicheren Mobilität für alle Kölner.