Die „Liebig-Oase“ in Bilderstöckchen bleibt ein grünes Kleinod für die Anwohner und Schüler der Katholischen Grundschule Osterather Straße 13. Mit einer Fläche von etwa sechs mal zwei Metern bietet der Park nicht nur Blumenbeete und Sitzgelegenheiten, sondern auch einen Ort der Begegnung und des Austausches. Der Park, der seit Herbst 2024 vor der Schule zu finden ist, wird von der Bezirksvertretung Nippes auf unbestimmte Zeit erhalten, was mit einer einstimmigen Entscheidung, abgesehen von der Enthaltung der AfD, beschlossen wurde.
Die „Liebig-Oase“ ist das Ergebnis des Engagements des Vereins „Köln leben und gestalten“ (Klug), der auch den Nachbarschaftstreff „Liebig 257“ betreibt. Gemeinsam mit der Grundschule wird die Pflege der Hochbeete und die Reinigung der Sitzflächen organisiert, sodass der Park nicht nur ein Ort der Erholung ist, sondern auch aktiv zum Gemeinschaftsleben beiträgt. Weitere Liebig-Oasen befinden sich an den Bushaltestellen Methweg und Pettenkoferstraße und sind zwischen 7 und 22 Uhr zugänglich.
Ein Ort der Begegnung und des Wandels
Vizebezirksbürgermeisterin Joanna Dommnich (Linke) hat die Notwendigkeit eines Beschlusses zur Erhaltung des Parks unterstrichen. Das Koordinatoren-Team von „Klug“ hob die Bedeutung solcher Orte hervor, die nicht nur zur Verschönerung des Stadtbildes beitragen, sondern auch das soziale Miteinander fördern. Der Mikro-Park sorgt nicht nur für etwas Grün am Straßenrand, sondern verhindert zudem, dass der Bereich vor dem Schuleingang zugeparkt wird.
Doch die „Liebig-Oase“ ist nicht nur ein Park – sie ist Teil eines größeren Diskurses über nachhaltige Lebensweisen. In diesem Kontext startet die Veranstaltungsreihe „Das gute Leben in der Krise“, die den Raum für Austausch und Vernetzung eröffnet. Hier wird der Degrowth-Ansatz, der im Zentrum der Diskussion steht, beleuchtet. Es geht darum, Wege zu einer gerechteren und nachhaltigeren Zukunft zu finden, während das vorherrschende Modell des „guten Lebens“ hinterfragt wird.
Gemeinsam in die Zukunft
Von Januar bis März 2026 wird das Thema Degrowth intensiv behandelt, gefolgt von monatlichen Themenschwerpunkten ab April 2026, die Bereiche wie Wohnen, Mobilität, Ernährung und soziale Gerechtigkeit umfassen. Diese Initiativen laden die Bürger zur Mitgestaltung ein und fördern ein Verantwortungsbewusstsein sowie gegenseitige Unterstützung innerhalb der Gemeinschaft.
Die „Liebig-Oase“ und die damit verbundenen Projekte sind somit nicht nur ein grüner Rückzugsort, sondern auch ein Symbol für die aktive Gestaltung eines zukunftsfähigen Lebensumfeldes in Köln. Sie laden die Menschen ein, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsam an einer lebenswerten Stadt zu arbeiten.