In Köln, genauer gesagt in Mülheim, gibt es große Neuigkeiten für die katholische Gemeinde Heilige Familie Köln-Dünnwald/Höhenhaus. Pfarrer Klaus Gertz, der das Zepter in dieser Gemeinde schwingt, wird künftig auch die katholische Kirche in Dellbrück/Holweide leiten. Ein klarer Schritt in Richtung Fusion, die im Januar 2029 rechtlich vollzogen wird. Aber hey, die Vorbereitungen laufen bereits jetzt auf Hochtouren! Die Teams aus den vier Stadtteilen, die nun zur neuen Gemeinde gehören, werden diesen Sommer zusammengeführt. Das klingt nach einer echten Gemeinschaftsaktion!
Die Heilige Familie hat eine bewegte Geschichte. Entstanden ist sie 2010 aus gleich fünf Pfarreien – da kann man sich vorstellen, dass Pfarrer Gertz hofft, ähnliche positive Erfahrungen zu sammeln wie damals. Es wird spannend, wie sich das neue Team zusammenfindet. Mit insgesamt drei hauptamtlichen Priestern und drei Referenten, allesamt aus den bestehenden Teams, wird Klaus Gertz die Leitung übernehmen. Sebastian Bremer, der bisherige Pfarrer in Dellbrück und Holweide, zieht dagegen weiter zu einer anderen Gemeinde.
Die Zukunft der Kirchen
Die sieben Kirchen – darunter St. Joseph, St. Mariä Himmelfahrt und St. Hedwig – bleiben auch nach der Fusion bestehen. Gottesdienste wird es weiterhin geben, allerdings nicht mehr in der gewohnten Häufigkeit. Sonntagsgottesdienste sollen in allen Kirchen stattfinden, aber nicht jeden Sonntag. Ein kleiner, aber feiner Unterschied, der die Gemeindemitglieder sicher zum Nachdenken anregen wird. Der Hintergrund der Fusion? Ein Rückgang der Mitgliederzahlen, der finanziellen Mittel und dazu noch die abnehmende Anzahl an Seelsorgern. Da muss man sich schon mal fragen, wie viele Kirchengebäude man sich leisten kann. Die Erhaltung kostet schließlich ordentlich Geld.
Pfarrer Gertz hat die Wichtigkeit der Spiritualität für die Menschen betont – und das ist ein gutes Zeichen! Im März fanden bereits zwei Pfarrversammlungen statt, bei denen die Sorgen und Meinungen der Gemeindemitglieder gehört wurden. Die Grundstimmung? Positiv! Das Pfarrfest am zweiten Septemberwochenende wird als „Startschuss“ für die Fusionierung gefeiert. Am 13. September um 11 Uhr gibt es dann einen besonderen Gottesdienst im St. Mariä Himmelfahrt, bei dem sich das neue Team vorstellen wird. Ein Ereignis, das man nicht verpassen sollte!
Ein Blick über den Tellerrand
Die Fusion in Köln ist kein Einzelfall. Immer mehr Kirchengemeinden in Deutschland ziehen nach. Ein Beispiel: Die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland fusionierte zum 1. Januar 2023 gleich sieben ehemals selbstständige Gemeinden. Die Gründe sind oft ähnlich – auch dort gab es einen Rückgang an Mitgliedern und die Notwendigkeit, Stellenpläne zu gestalten. Die Gemeinden sind gefordert, ihre Strukturen zu überdenken und sich den Herausforderungen zu stellen. Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sind dabei das A und O, um die Mitglieder mit auf die Reise zu nehmen. Die Fusion ist nur der erste Schritt – der Weg dorthin kann lang und mühsam sein.
Die Entwicklungen in Köln zeigen, wie wichtig es ist, die Gemeinschaft zu stärken. Die Menschen hinter den Kirchen sind es, die das Leben der Gemeinde prägen. Und egal, wie die Struktur sich verändert – die Spiritualität bleibt ein zentraler Bestandteil. Es bleibt spannend, wie sich alles entwickeln wird und welche neuen Wege die Glaubensgemeinschaften einschlagen werden. Man darf gespannt sein!