In den letzten Tagen hat ein ganz besonderer Fall die Herzen der Tierfreunde in Köln und darüber hinaus berührt. Es geht um Pelle, einen Dackel, der in einem Tierheim in Nordrhein-Westfalen betreut wird. Mit gerade einmal 15 Monaten hat Pelle schon Schweres durchgemacht. Er wurde mit einem Beckenbruch und beidseitigen Splitterbrüchen in den Unterschenkeln eingeliefert, nachdem er vermutlich von einem Auto erfasst wurde. Die finanziellen und tierärztlichen Möglichkeiten in Ungarn reichten nicht aus, um ihm zu helfen, weshalb er nach Deutschland gebracht wurde, um die notwendige medizinische Versorgung zu erhalten. Das Tierheim bereitet Pelle nun auf komplizierte und kostenintensive Operationen vor.
Der Fall von Pelle ist kein Einzelfall. Tägliche tragische Situationen mit Tieren, die dringend Hilfe benötigen, gehören zum traurigen Alltag in vielen Tierheimen. In Nordrhein-Westfalen gibt es vier große Tierheime, die sich um das Wohl der Tiere kümmern: Das Tierheim Köln-Dellbrück, das mit 11.000 Quadratmetern Platz für 130 Hunde, 80 Katzen und 150 Kleintiere bietet, das Tierheim Bochum mit umfassenden Tierschutzaufgaben und einer Hundeschule, das Tierheim Bergheim für den Rhein-Erft-Kreis sowie das Tierheim Aachen, das für die Städteregion Aachen zuständig ist.
Pelles Rettung braucht Unterstützung
Um die nötigen Mittel für Pelles Rettung zu sammeln, wurde bereits eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Wer helfen möchte, kann über die Webseite des bmt spenden. Jeder Euro zählt, und es ist erstaunlich, wie viel Gutes man mit einer kleinen Spende bewirken kann. Es ist ein bisschen wie bei einem Puzzle – jeder Teil fehlt, bis das Bild vollständig ist.
Es ist wichtig zu wissen, dass Dackel wie Pelle oft aus den unterschiedlichsten Gründen in Not geraten. Aussetzungen, Abgaben im Tierheim oder auch die finanziellen Probleme der Besitzer können dazu führen, dass die treuen Begleiter kein Zuhause mehr haben. Die Gründe sind vielfältig: Umzüge, Trennungen oder Erkrankungen der Besitzer. Dackel, die in Not sind, können auch aus Ländern kommen, in denen Tötungsstationen existieren. Das ist nicht nur traurig, sondern auch alarmierend.
Ein Blick auf die Situation der Tierheime
Die Situation in den Tierheimen ist oft angespannt. Eine Trendumfrage des Deutschen Tierschutzbundes zeigt, dass 69 % der Tierheime eine hohe Auslastung berichten und 49 % sogar voll oder übervoll sind. Eine politische Lösung ist dringend nötig, denn viele Tierheime müssen Aufnahmestopps verhängen. Die Gründe für die hohe Anzahl an abgegebenen Tieren sind vielfältig. Der Haustierboom während der Pandemie, unüberlegte Tierkäufe und die steigenden Kosten für die Tierhaltung sind nur einige davon. Auch das Versagen der politischen Verantwortlichen ist ein Thema, das nicht ignoriert werden darf. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, kritisiert die fehlenden Mittel für die versprochene Verbrauchsstiftung für Tierheime im Bundeshaushalt.
Der Fall von Pelle und die Situation der Tierheime erinnern uns daran, wie wichtig es ist, Verantwortung für unsere tierischen Freunde zu übernehmen. Dackel in Not sind oft keine unbeschriebenen Blätter. Sie haben Vorgeschichten, die uns berühren können. Für potenzielle Adoptanten ist es wichtig, sich gut zu informieren und sich bewusst zu machen, dass die Aufnahme eines Tieres auch eine dauerhafte Verpflichtung darstellt. Ein Dackel, der ein liebevolles Zuhause sucht, kann das Leben seiner neuen Familie bereichern. Aber wie bei jeder Adoption sollte auch hier der Platz vorher kontrolliert werden, ein Schutzvertrag und eine Schutzgebühr vereinbart werden.
Schließlich bleibt zu hoffen, dass die Menschen das Herz am rechten Fleck haben und sich für die Tiere einsetzen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Sei es durch Spenden, die Bereitstellung von Pflegeplätzen oder einfach nur durch das Gehen von Spaziergängen im Tierheim. Denn jeder Schritt zählt, und vielleicht kann auch Pelle bald wieder auf seinen vier Pfoten durch die Welt tollen.