Heute ist der 4. Mai 2026 und in Frechen, nicht weit von Köln, gibt es etwas ganz Besonderes zu berichten. Die historische Straßenbahn „Finchen“ hat sich wieder auf den Weg gemacht! Bei strahlendem Sonnenschein rollte sie, als ob sie nie weg gewesen wäre, durch die Straßen ihrer alten Heimat. Ein Hoch auf die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins Historische Straßenbahn Köln e.V., die sich unermüdlich um den Erhalt dieses kleinen, aber feinen Stücks Verkehrsgeschichte kümmern. Die Haltestelle Frechen-Benzelrath wurde für eine wohlverdiente Pause genutzt – ein Moment, der nicht nur für die Fahrgäste, sondern auch für die „Finchen“ selbst ein kleiner Rückblick in die Vergangenheit war.
Die „Finchen“ hat das Weidenpescher Inferno überstanden, bei dem viele Kölner Straßenbahnen ins Feuer gerieten. Ein wahres Wunder, wenn man bedenkt, wie viele Erinnerungen an ihr dranhängen. Hans-Willi Meier, der ehemalige Bürgermeister von Frechen, ließ es sich nicht nehmen, die „Finchen“ persönlich zu begrüßen und sprach über seine eigenen Fahrten mit diesem historischen Gefährt. „Finchen“ war bis in die 1960er Jahre im Einsatz und der Name könnte von einer Handelsware namens „Josefine“ stammen – das gibt dem Ganzen einen charmanten, nostalgischen Anstrich.
Der Verein und seine Mission
Der Verein Historische Straßenbahn Köln e.V. wurde 1991 gegründet und hat seitdem eine stolze Mitgliederzahl von 82 erreicht. Ihre Ziele sind klar: Die Betreuung des Straßenbahn Museums Thielenbruch der Kölner Verkehrs Betriebe AG, das Aufbauen eines Archivs zur Geschichte des Kölner Nahverkehrs und die Pflege historischer Fahrzeuge. Das alles ist kein Zuckerschlecken, sondern erfordert viel Engagement. Die Mitglieder organisieren die Öffnungstage des Museums, das jeden zweiten Sonntag im Monat für Besucher zugänglich ist, und führen Sonderführungen für Gruppen durch – was für eine tolle Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen!
Das Thielenbruch-Museum ist nicht nur ein Ort, an dem man sich über die Geschichte des Kölner Nahverkehrs informieren kann, sondern auch ein Platz, der zum Staunen einlädt. Hier gibt es nicht nur historische Fahrzeuge zu bewundern, sondern auch Dokumente, die die Entwicklung des Nahverkehrs in Köln festhalten. Die Halle ist sogar teilweise nutzbar als Veranstaltungssaal – ein echter Gewinn für die Gemeinschaft!
Fahrten und Veranstaltungen
Die Ausfahrten der „Finchen“ sind immer ein Highlight, auch wenn sie von der Verfügbarkeit ehrenamtlicher Helfer und Sicherheitsvorschriften abhängen. Wer mehr über die Fahrten erfahren möchte, kann sich einfach über die Kanäle des Vereins informieren. Darüber hinaus plant der Verein, Schriften zur Historie des Kölner Nahverkehrs herauszugeben und die Ausgestaltung des Museums weiter zu vervollständigen – didaktische Aspekte sind dabei besonders wichtig.
Die „Finchen“ und der Verein sind nicht nur Teil der Kölner Verkehrsgeschichte, sondern auch ein Stück lebendige Erinnerungskultur. Wenn man die Straßenbahn sieht, spürt man förmlich die Geschichten, die sie erzählt – Geschichten von Fahrgästen, von Ausflügen und vielleicht auch von der ein oder anderen Liebe, die hier ihren Anfang nahm. Und der Duft von frischer Luft und die Geräusche des Stadtlebens, die an einem vorbeiziehen, machen jede Fahrt zu einem Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.