Heute ist der 18.06.2026, und in Sülz brodelt es wieder um das Geißbockheim. Der 1. FC Köln steht vor einer neuen Verhandlung, die für den 14. August um 10.30 Uhr vor dem nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht (OVG) angesetzt ist. Der Streit um den Ausbau des Trainingszentrums zieht sich schon seit Jahren wie ein Kaugummi. Die jüngste Verhandlung am 11. Juni wurde kurzerhand abgesagt, weil ein neues Gutachten zu geschützten Arten – das sind so fabelhafte Gesellen wie Tagfalter, Grashüpfer und Libellen – viel zu spät eingereicht wurde. Ein echter Schuss ins eigene Knie, der sowohl die Stadt als auch den Verein in den Unmut stürzt.

Der Hintergrund ist komplex und reicht bis ins Jahr 2020 zurück. Damals wurde der umstrittene Bebauungsplan für den „RheinEnergieSportpark in Köln-Sülz“ ins Leben gerufen, der auf die Erweiterung der Sportanlage am Geißbockheim abzielt. Naturschützer machen sich stark gegen die Vollversiegelung und den Verlust von unter Denkmal- und Landschaftsschutz stehenden Grünflächen. Ein echtes Hin und Her: Das OVG hatte im November 2022 den Bebauungsplan gekippt, und der Verein ging in Revision. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte daraufhin im April 2024 entschieden, dass die Versiegelung eines kleinen Teils der Gesamtfläche durchaus mit dem Charakter der Grünfläche vereinbar sei. Aber die Diskussion bleibt hitzig.

Die Ausgleichsmaßnahmen und ihre Kritiker

Um die Wogen zu glätten, plant der FC Köln als Ausgleichsmaßnahme vier Kleinspielfelder auf der Gleueler Wiese im Grüngürtel der Stadt. Klingt nach einem guten Plan! Aber die Naturschützer sehen das ganz anders. Sie befürchten, dass die Maßnahmen nicht ausreichen werden, um die ökologischen Schäden auszugleichen. Schließlich geht es hier nicht nur um Fußball, sondern auch um die Zukunft der Natur in unserer Stadt.

Die Emotionen kochen hoch, und die Fronten scheinen verhärtet wie der Boden auf dem Spielfeld nach einem Regenschauer. Der Unmut über die kurzfristige Einreichung des Gutachtens ist nicht nur bei den Verantwortlichen des Vereins spürbar, sondern auch in der Bevölkerung. Man fragt sich: Warum muss das alles so kompliziert sein? Ist es wirklich zu viel verlangt, rechtzeitig zu planen und die Interessen aller Beteiligten angemessen zu berücksichtigen?

Ein Ausblick auf die Verhandlung

Der 14. August rückt näher, und die Spannung steigt. Die Stadt und der Verein müssen sich auf eine neuerliche Auseinandersetzung einstellen, die nicht nur über den Ausbau des Geißbockheims entscheidet, sondern auch darüber, wie wir in Köln mit unserem Grün umgehen. Ein bisschen Hoffnung auf einen Kompromiss bleibt, auch wenn der Weg dorthin steinig ist. Bleiben wir also gespannt, wie sich die Dinge entwickeln und ob der 1. FC Köln endlich das Trainingszentrum ausbauen kann, das er so dringend braucht. Vielleicht können wir uns dann bald auf ein neues, modernes Trainingsgelände freuen – oder bleibt es nur ein Traum? Das bleibt abzuwarten!

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