Klettenbergweiher erblüht: Ein neues Leben für Natur und Stadt
Am Klettenbergweiher in Köln-Lindenthal tut sich was! Violette Stauden blühen am Uferrand und verleihen der Umgebung eine lebendige Farbnote. Das klare Wasser des Weihers glitzert in der Sonne, während die ersten Blesshühner auf der Wasseroberfläche umherschwimmen. Die Bauzäune rund um den Weiher sind bald Geschichte, denn die Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen! Und das ist nicht nur ein Grund zur Freude für die Anwohner, sondern auch für die Natur. Denn hier wird wieder Leben eingehaucht.
Eine feierliche Einweihung steht bevor, und es wird nicht an Ehren Gästen gespart: Ulf Schulze-Hennings von der Steb, Axel Scholle, der Projektleiter, und Roland Schüler, der Bezirksbürgermeister, werden zusammenkommen, um diesen Moment zu zelebrieren. Die Wassertemperatur im Uferbereich ist aufgrund der letzten heißen Tage angenehm warm, doch das ist nicht alles. Die Sanierung hat auch dafür gesorgt, dass die Wasserqualität nun deutlich besser ist.
Ein Ort der Vielfalt
Besonders spannend ist die neue Sumpfeiche, die am östlichen Weiherrand ihren Platz gefunden hat. Diese Baumart ist nicht nur schön anzusehen, sondern bietet auch Lebensraum für viele Tiere. In den nächsten zwei bis drei Jahren sollen die ersten Fische in den Weiher eingesetzt werden. Die Experten haben bereits die ersten Wasserpflanzen, darunter Armleuchteralgen, im Weiherboden platziert. Das alles geschieht in einem durchdachten Plan, der den Artenschutz und die Belange des Landschaftsschutzes in den Vordergrund stellt.
Während der Bauarbeiten mussten Amphibien, wie Frösche und Kröten, vorübergehend in ein Ersatzgewässer umgesiedelt werden. Die Rückkehr der Tiere ist ein tolles Zeichen dafür, dass sich die Natur schnell anpasst. Und keine Sorge – die Uferbereiche wurden nur außerhalb der Brutzeit zurückgeschnitten, um den Vogel- und Tierarten nicht in die Quere zu kommen. So geht Naturschutz in der modernen Stadtplanung!
Technische Highlights
Die Sanierung umfasste nicht nur das Abpumpen des Wassers, sondern auch die Rodung der Uferbereiche und die Entsorgung des Schlamms. Rund 6.000 Kubikmeter alte Tonsohle und Erdreich wurden entfernt. Die neue Weihersohle besteht aus speziellen Kunststoffdichtungsbahnen, die robust und langlebig sind. Zusätzlich wurde eine 20 cm starke Sandschicht aufgetragen, die die Dichtungsbahnen schützt. Die Wassertiefe wurde auf 1,50 Meter im Durchschnitt erhöht, mit einer maximalen Tiefe von 2,5 Metern in der Mitte. Diese Maßnahmen sind nicht nur schön, sondern auch clever – sie verbessern das Ökosystem und sorgen für eine gute Wasserqualität.
Besonders spannend ist die neu installierte Sprudelanlage, die das Wasser in Bewegung hält. Dies führt dazu, dass mehr Sauerstoff im Wasser gespeichert wird, was wiederum die Lebensbedingungen für Fische und andere Wassertiere verbessert. Die moderne Umwälzanlage pumpt das Wasser zur Luxemburger Straße und sorgt so für eine kontinuierliche Frischwasserzufuhr.
Ein Schritt in die Zukunft
Die Sanierung des Klettenbergparks ist ein Beispiel dafür, wie Naturschutz und Stadtentwicklung Hand in Hand gehen können. Die Planung und Umsetzung sind in einem straffen Zeitrahmen von anderthalb Jahren erfolgt, was im Vergleich zu anderen Projekten in Köln ein echtes Highlight ist. Der Bezirksbürgermeister hat die schnelle Umsetzung gelobt und damit ein Zeichen gesetzt, dass auch in der Stadt Platz für Natur und Lebensqualität ist.
Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass die Wiederansiedlung von Flora und Fauna ein zentrales Ziel dieser Maßnahmen ist. Hier wird nicht nur ein Weiher saniert, sondern ein Lebensraum für viele Arten geschaffen. Und so wird der Klettenbergweiher nicht nur ein Ort der Erholung für die Menschen, sondern auch ein wichtiger Lebensraum für schützenswerte Tiere und Pflanzen. Ein perfektes Beispiel dafür, wie wir mit der Natur leben und sie gleichzeitig schützen können!
