Am Ventana in Sülz, einer ehemaligen Waisenhauskirche, die mittlerweile als „Kulturkirche Sülz“ bekannt ist, traf Barbara Ruscher an einem stürmischen Oktobernachmittag ein. Fotograf und Redakteurin warteten auf sie, als sie mit einem Lächeln und einem Hauch von Vorfreude den Raum betrat. Die Umwandlung des Ventana zur Eventlocation sollte eigentlich 2020 über die Bühne gehen, aber wie so oft kam Corona dazwischen. Doch die Location hat sich mittlerweile als echter Treffpunkt etabliert, vor allem durch die beliebte Partyreihe „Sülz tanzt“. Über 120 achteckige Fenster lassen Licht und Atmosphäre hinein, und man könnte meinen, die Wände erzählen Geschichten von längst vergangenen Tagen.

Barbara Ruscher, die seit 30 Jahren in Köln lebt und ursprünglich aus Rheinbach stammt, hat eine besondere Verbindung zu diesem Viertel. „Sülz ist ein Familienviertel“, sagt sie, „hier gibt’s viele Lastenräder und die Leute leben gesundheitsbewusst.“ Mit ihren zwei Kindern, die sich gerade im Pubertätsalter befinden, hat sie einen ganz eigenen Team-Spirit entwickelt. Nach dem Tod ihres Mannes hat die Familie einen Weg gefunden, zusammenzuhalten und auch weiterhin Freude zu empfinden. An der Berrenrather Straße besucht sie den Schreibwarenladen „Papyrus“, der von den Einheimischen geschätzt wird und direkt neben einem Denkmal für den legendären Hans Süper steht. Ruscher selbst wurde durch dessen Fernsehauftritte geprägt, was man auch ihrer musikalischen Ausbildung anmerkt.

Ein neues Programm für die Bühne

In den letzten 30 Jahren hat Barbara Ruscher zahlreiche Solo-Auftritte absolviert und nun, nach einem Jahr intensiver Arbeit, steht ihr neues Programm „Romantik, aber zack zack“ in den Startlöchern. Das Thema? Die Herausforderung, Romantik in langjährigen Beziehungen aufrechtzuerhalten, gepaart mit dem Trend zum gesunden Leben. Sie kombiniert in ihren Auftritten verschiedene Vortragsformen – von Stand-up über Lieder bis hin zu Raps und Lesetexten. „Ich will nicht nur kritisieren, sondern vor allem zum Lachen bringen“, erklärt sie mit einem Augenzwinkern. Das Miteinander im Publikum ist ihr wichtig. Und wenn sie dann am Donnerstag, den 6. November, um 20 Uhr im Gloria an der Apostelnstraße 11 auftritt, wird sie sicher wieder viele Herzen erobern.

Übrigens, ihr Lieblingscafé in Sülz? Das „Mélange Orange“. Dort ist sie regelmäßig zu Gast, genießt einen Kaffee und lässt sich inspirieren. Die Auswahl an leckeren Kuchen ist einfach unschlagbar! Mit einem Lächeln erzählt sie von den vielen kreativen Ideen, die sie dort hat. Und während sie über den bunten Stadtteil plaudert, spürt man die Verbundenheit zu Sülz – einem Ort, der nicht nur ihr Zuhause ist, sondern auch eine Quelle ihrer Kreativität.

Barbara Ruscher ist mehr als nur eine Künstlerin; sie ist ein Teil ihres Viertels. Ihr neues Programm wird nicht nur ein Abend voller Unterhaltung, sondern auch ein Spiegelbild des Lebens in Sülz und der Herausforderungen, die das Leben so mit sich bringt. Und das macht sie einzigartig. Wir dürfen gespannt sein, was sie uns am 6. November präsentieren wird!

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