Es war eine schicksalhafte Nacht im Beethovenpark in Köln-Sülz, als am 29. Mai ein Toilettenhäuschen in Flammen aufging. Um 23.51 Uhr alarmierte ein aufmerksamer Zeuge die Feuerwehr über den Notruf. Die Einsatzkräfte waren flott zur Stelle und löschten das Feuer bis etwa 0.30 Uhr. Doch die Folgen des Brandes sind noch lange nicht vergessen. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung aufgenommen und eine Strafanzeige gefertigt. Anwohner und Parkbesucher sind fassungslos über die Zerstörung, die die Flammen hinterlassen haben.
Die beiden mobilen Toiletten, umgeben von einer einfachen Holzkonstruktion, wurden vollständig zerstört. Zwei Tage nach dem Vorfall sind die Spuren des Feuers noch deutlich sichtbar. Ein unangenehmer Brandgeruch liegt in der Luft, geschmolzenes Plastik hat sich am Wegesrand abgesetzt, und die verkohlten Blätter eines nahegelegenen Baumes erzählen von der Gewalt des Feuers. Passanten berichten von weiteren Brandfällen im Park, darunter brennende Mülltonnen, die wohl durch unsachgemäß entsorgte Grillkohle in Brand geraten sind. Wer so leichtfertig mit Grillkohle umgeht und damit einen Brand verursacht, muss mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro rechnen.
Brandstiftung oder Ungeschicklichkeit?
Die Frage, ob die Brände im Beethovenpark absichtlich gelegt wurden, steht noch im Raum. Eine Passantin erinnerte sich an zwei kleine Bäume, die in der Vergangenheit ebenfalls abgebrannt sind. Die Ungewissheit über die Ursachen der Brände lässt die Gemüter der Anwohner hochkochen. Viele können nicht fassen, dass so etwas in ihrem geliebten Park geschieht, der doch eigentlich ein Ort der Erholung sein sollte.
Die Ermittlungsergebnisse und das wachsende Gefühl der Unsicherheit rufen Erinnerungen an andere Brandstiftungen in Köln wach. Im Severinsviertel gab es 2018 einen tragischen Vorfall, bei dem zwei Menschen starben. Die Polizei hat nun zwei Tatverdächtige im Alter von 31 und 46 Jahren festgenommen, die mutmaßlich in diesen Fall verwickelt sind. Nach intensiven Ermittlungen und einem entscheidenden Hinweis aus der Öffentlichkeit wurden die Verdächtigen identifiziert. Der Hauptverdächtige, bereits im Oktober 2022 festgenommen, soll den Brand gelegt haben. Der 46-Jährige wird beschuldigt, ihm Brandbeschleuniger und Hilfsmittel übergeben zu haben, während der zweite Verdächtige wegen gemeinschaftlichen Mordes in Haft sitzt.
Die Geschehnisse im Beethovenpark sind somit Teil eines besorgniserregenden Trends, der die Sicherheit der Kölner Parks in Frage stellt. Während die Polizei ihre Ermittlungen vorantreibt, bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen für diese und andere Brandstiftungen zur Rechenschaft gezogen werden können. Die Anwohner wünschen sich nichts sehnlicher, als dass ihre Parks wieder zu Orten der Ruhe und des Friedens werden.