Heute ist der 12.05.2026, und während die Sonne über Köln aufgeht, gibt es ein ernstes Thema, das viele Menschen betrifft. Die Wohnsituation in Deutschland ist alles andere als rosig. Zu viele Menschen leben in überbelegten Wohnungen – ein Zustand, der in den letzten fünf Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Nach neuesten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes lebten im Jahr 2025 bereits 11,7 % der Bevölkerung in solchen Wohnungen. Das ist ein Anstieg von 10,2 % im Jahr 2020. Vor allem Haushalte mit Kindern und Erwachsene mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind stark betroffen.

Besonders erschreckend ist, dass Erwachsene mit ausländischem Pass fünfmal häufiger in überbelegten Wohnungen leben als ihre deutschen Altersgenossen. In Zahlen ausgedrückt: 30,8 % dieser Gruppe leben in beengten Verhältnissen. Im Vergleich dazu sind es bei deutschen Erwachsenen ab 18 Jahren nur 6,7 %. Und wenn wir die armutsgefährdeten Menschen betrachten, so wohnen 27,4 % von ihnen in überfüllten Räumen – das ist ein alarmierender Trend, der uns zum Nachdenken anregen sollte.

Die Definition der Überbelegung

Doch was genau bedeutet „Überbelegung“? Laut Definition gilt eine Wohnung dann als überbelegt, wenn kein Gemeinschaftsraum vorhanden ist oder weniger als ein Raum pro Paar und volljähriger Person zur Verfügung steht. Besonders wichtig ist dies für Familien: Bei Paaren mit Kindern sollten maximal zwei Kinder unter zwölf Jahren ein Zimmer teilen, während ältere Kinder unterschiedlichen Geschlechts einen eigenen Raum benötigen. Bei alleinerziehenden Elternteilen ist die Situation noch kritischer – hier sind 29,6 % in überbelegten Wohnungen. Das sind Zahlen, die uns nicht kalt lassen sollten.

In Städten, wo der Wohnraum ohnehin oft knapp ist, leben sogar 16,9 % in überbelegten Wohnungen. Im Gegensatz dazu sind es in ländlichen Gebieten nur 5,5 %. Das macht deutlich, dass die Suche nach geeignetem und bezahlbarem Wohnraum für viele Menschen, die mehr Platz benötigen, immer schwieriger wird. Gerade für Familien ist die Situation besonders angespannt: 17,6 % der Haushalte mit Kindern sind überdurchschnittlich betroffen. Zwei Erwachsene mit mindestens drei Kindern müssen sich sogar in 32,1 % der Fälle mit überbelegten Verhältnissen arrangieren.

Ein europäischer Vergleich

<pIm europäischen Vergleich liegt die Überbelegungsquote in Deutschland zwar unter dem Durchschnitt von 16,8 %, aber dennoch sind wir weit von einer idealen Wohnsituation entfernt. Die höchsten Quoten finden sich in Rumänien (40,4 %) und Lettland (38,9 %), während Zypern mit nur 2,2 % und die Niederlande mit 4,1 % die niedrigsten Quoten aufweisen. Diese Unterschiede zeigen, dass es in Europa große regionale Unterschiede gibt, die oft mit den wirtschaftlichen Bedingungen der jeweiligen Länder zusammenhängen.

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Die Statistiken sind nicht nur Zahlen, sie stehen für die Realität vieler Menschen. Kinder und Jugendliche wohnen häufiger beengt als ältere Personen ab 65 Jahren – das lässt uns hoffen, dass es zumindest für die älteren Generationen etwas besser aussieht. Aber das ist kein Trost für die, die täglich in überfüllten Wohnungen leben müssen. Wir müssen uns fragen, was wir tun können, um diese Situation zu verbessern und wie wir den Menschen helfen können, die unter solchen Bedingungen leiden.