In Köln tut sich was. Das Erzbistum hat einen Nachhaltigkeitsplan auf den Weg gebracht, der auf den Erfahrungen von Haupt- und Ehrenamtlichen fußt. Na ja, es ist nicht so, als ob das Thema Nachhaltigkeit in der Kirche neu wäre, aber jetzt wird es ernst. Das Ziel? Generationengerechtes Handeln. Man könnte sagen, die Kirche möchte nicht nur das Heil der Seelen, sondern auch das Wohl unseres Planeten im Blick haben. Ein ambitionierter Plan, der in den letzten Monaten intensiv diskutiert wurde und fünf Handlungsfelder umfasst: Mensch, Gebäude, Kirchenland, Mobilität und Beschaffung. Klingt gut, oder?

Die Ziele dieser Handlungsfelder sind ebenso klar wie wichtig: Die Treibhausgasemissionen sollen endlich auf null gesenkt werden. Auch der Verbrauch von materiellen und energetischen Ressourcen wird unter die Lupe genommen – weniger ist mehr, sozusagen. Und natürlich geht es auch darum, die biologische Vielfalt zu erhalten und die Folgen des Klimawandels mit klugen Anpassungsmaßnahmen abzumildern. Kardinal Rainer Maria Woelki hat das Ganze eindrucksvoll umrissen und betont, dass die Verantwortung, die Schöpfung zu bewahren, auch für die kommenden Generationen gilt. So weit, so gut!

Schwerpunkt Schulen und mehr

Ein ganz besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf den erzbischöflichen Schulen. Hier sollen Nachhaltigkeitsstandards im Bildungsalltag verankert werden. Ein Netzwerk von engagierten Lehrkräften wird die Umsetzung und Weiterentwicklung der Maßnahmen begleiten. Es ist schon spannend zu sehen, wie die nächste Generation mit diesen Themen aufwachsen wird. Das Erzbischöfliche Generalvikariat plant zudem, den Büroalltag ressourcenschonender zu gestalten. Das klingt schon fast nach einer kleinen Revolution im Kirchenbüro – weniger Papier, mehr Bio-Lebensmittel in der Kantine. Da kommt Freude auf!

Seit 2020 wurden im Erzbistum Köln bereits zahlreiche Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz umgesetzt. Die Installation von 78 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 1,5 Megawatt ist nur der Anfang. Wenn man bedenkt, wie viele Kirchengemeinden aktiv an Projekten zur Förderung der Biodiversität arbeiten – in rund 60 Gemeinden sind bereits Initiativen am Start, um die Natur zu schützen. Da wird nicht nur gepredigt, sondern auch konkret gehandelt!

Ein Blick in die Zukunft

Ab 2027 wird ein jährlicher Nachhaltigkeitsbericht erscheinen, der die Auswirkungen der kirchlichen Aktivitäten auf Klima und Umwelt transparent darstellt. Das ist nicht nur wichtig für die Kirche selbst, sondern auch für die Gemeinde, die sehen möchte, wie ihre Gelder und ihr Engagement tatsächlich zur Verbesserung der Umwelt beitragen. Man könnte fast sagen, es ist wie ein Zeugnis für den guten Willen – nicht nur für die Gläubigen, sondern für alle, die in Köln leben.

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Das Erzbistum Köln zählt mit etwa 1,58 Millionen Katholikinnen und Katholiken zu den größten in Deutschland. Das Vermögen von rund 3,8 Milliarden Euro lässt darauf schließen, dass hier viel bewegt werden kann – wenn man es denn möchte. Ein ehrgeiziges Unterfangen, das sich nicht nur auf die eigenen vier Wände beschränkt, sondern auch ein Zeichen für die gesamte Gesellschaft setzt. Wir brauchen schließlich mehr denn je einen respektvollen Umgang mit unserer Umwelt.

Die Herausforderung der Biodiversität

Biodiversität – ein Wort, das in den letzten Jahren immer wieder fällt und doch oft nur theoretisch behandelt wird. Die Publikation „Vom Wert der Vielfalt“ zeigt, wie wichtig es ist, die Schöpfungsverantwortung nicht aus den Augen zu verlieren. Denn der Schutz der biologischen Vielfalt ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine echte Herausforderung für unsere Zeit. Es geht darum, ein Gleichgewicht zu finden, das sowohl Mensch als auch Natur respektiert.

Die Kirche hat hier eine klare Verpflichtung. Ihre Verantwortung geht über die Mauern der Kirchen hinaus. Der Klimawandel betrifft uns alle – egal, ob gläubig oder nicht. Die zahlreichen Empfehlungen und Berichte der Deutschen Bischofskonferenz zeigen, dass es einen breiten Konsens über die Notwendigkeit gibt, aktiv zu werden. Es ist an der Zeit, dass Worte in Taten umgesetzt werden. Und Köln könnte hier ein leuchtendes Beispiel sein.