Am Freitagmorgen, dem 12. Juni 2026, wurde in Köln-Ossendorf ein unerwarteter Fund gemacht: Zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese Entdeckung sorgte für Aufregung im Viertel, denn im Bereich der Köhlstraße wurden zwei amerikanische 50-Kilogramm-Bomben mit Aufschlagzünder entdeckt. Das ist schon eine ganz schön krasse Sache, wenn man bedenkt, wie viele Jahre nach dem Krieg solche Relikte noch immer in der Erde schlummern.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland und das Ordnungsamt sind unverzüglich vor Ort gewesen. Sicherheitsvorkehrungen werden hier großgeschrieben. Ein Gefahrenbereich von 300 Metern wurde festgelegt, um die Anwohner und die vielen Gewerbebetriebe in der Nähe zu schützen. Insgesamt 22 Anwohner müssen ihre Wohnungen verlassen, während ein paar Straßen, darunter auch die Kreuzungsbereiche Köhlstraße/Mathias-Brüggen-Straße und Bleriotstraße/Mathias-Brüggen-Straße, gesperrt werden. Vor dem Hintergrund der vielen Bomben, die im Regierungsbezirk Köln in den letzten Jahren entschärft wurden, ist es schon fast erschreckend, wie viele Überreste aus dem Krieg noch immer unser Stadtbild prägen.

Die Maßnahmen zur Entschärfung

Die genaue Uhrzeit für den Beginn der Entschärfung war am Vormittag noch unklar. Das Ordnungsamt entscheidet über die nächsten Schritte zur Absperrung und zur Evakuierung. Eine Anlaufstelle für die Betroffenen wurde nicht eingerichtet, was manchen vielleicht ein mulmiges Gefühl gibt. Schließlich kann man es sich nicht wirklich vorstellen, wie es ist, plötzlich aus der eigenen Wohnung geworfen zu werden, weil irgendwo in der Nähe ein Relikt aus einer anderen Zeit liegt.

Im Jahr 2025 hat der Kampfmittelräumdienst in Köln 915 Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen müssen. Das klingt nach einer riesigen Zahl, und Experten schätzen, dass im Kölner Stadtgebiet rund 48.000 Tonnen an Bomben niedergegangen sind. Da fragt man sich schon, wie viele Bomben hier noch im Boden liegen, einfach so, unentdeckt und ohne dass wir es wissen.

Ein Blick auf die Vergangenheit

Jährlich werden in Deutschland Tausende von Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Das ist nicht nur ein Job, sondern auch eine große Verantwortung. Die Entschärfungen sind mit erheblichen Gefahren verbunden. Manchmal müssen sogar große Einrichtungen wie das RTL-Studio in Köln geräumt werden, wenn eine Fliegerbombe entschärft werden muss. Das ist schon ein ganz schöner Stress, wenn man bedenkt, dass so viele Evakuierungsaktionen jährlich stattfinden.

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Frank Pestel, der technische Einsatzleiter beim Kampfmittelbeseitigungsdienst in Brandenburg, hat mal erklärt, wie der Räumdienst vorgeht. Bei einem Bombenfund wird der Räumdienst alarmiert, und dann wird untersucht, ob der Zünder der Bombe sofort entschärft werden muss oder ob man noch Zeit hat. Langzeitzünder sind hierbei besonders gefährlich, da ihre Detonation unvorhersehbar ist. In Großstädten wie Köln, aber auch in Hamburg und Berlin, sind viele Blindgänger vermutet. Schätzungsweise befinden sich noch Blindgänger mit einer Gesamtmasse von bis zu 300.000 Tonnen im deutschen Boden. Das ist ein gewaltiges Erbe der Vergangenheit, das uns immer wieder einholt.