Am Mittwochabend, dem 20. Mai, kam es in Köln-Chorweiler zu einem bedauerlichen Vorfall, der die Gefahren der E-Scooter-Nutzung ins Licht rückt. Ein 14-jähriger E-Scooter-Fahrer kollidierte mit einem sechs Jahre alten Jungen. Der kleine Kerl wurde verletzt und musste in eine Klinik gebracht werden. Der Jugendliche, der während der Fahrt sein Mobiltelefon in der Hand hielt (ja, man kann sich vorstellen, wie das enden musste), versuchte, durch einen nahen Spielplatz an der Osloer Straße zu flüchten, als das Unglück geschah. Glücklicherweise blieb der 14-Jährige unverletzt. Die Polizei stellte das E-Mobil sicher und leitete Ermittlungen wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmenden Probleme, die mit E-Scootern verbunden sind. Im Jahr 2024 registrierte die Polizei in Deutschland knapp 12.000 Unfälle mit E-Scootern, was einem Anstieg von 27 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das ist schon eine Hausnummer! Insgesamt starben 27 Menschen bei diesen Unfällen, und alle waren selbst auf einem Roller unterwegs. Die Zahlen sind alarmierend und verdeutlichen, dass E-Scooter nicht nur eine schnelle, sondern auch eine gefährliche Fortbewegungsart sein können.
Eine wachsende Gefahr auf den Straßen
Die Statistik zeigt, dass fast die Hälfte der verunglückten E-Scooter-Fahrer unter 25 Jahre alt ist. Und wo sind die älteren Fahrer? Nun, nur etwa 3 % der Verunglückten waren 65 Jahre oder älter. Die häufigste Unfallursache? Falsche Nutzung von Fahrbahnen oder Gehwegen – kein Wunder, dass da so viel schiefgeht! In 21 % der Fälle war dies der Grund für die Unfälle. Zudem waren 12 % der E-Scooter-Fahrer unter Alkoholeinfluss unterwegs. Man fragt sich, wie viel gesunder Menschenverstand da manchmal auf der Strecke bleibt.
Ein Blick auf das Jahr 2024 zeigt, dass E-Scooter-Unfälle 4 % der insgesamt rund 290.700 Verkehrsunfälle mit Personenschaden ausmachten. Eine erschreckende Zahl, die uns alle betreffen sollte. Vor allem die Tatsache, dass über die Hälfte der Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern endeten, meist mit Autos. Das lässt einen schon ins Grübeln kommen, oder? Man könnte meinen, die E-Scooter-Fahrer haben manchmal den Blick für die Realität verloren.
Regeln, die oft ignoriert werden
Es ist wichtig zu wissen, dass E-Scooter in Deutschland nur für eine Person zugelassen sind. Doch immer wieder sieht man Fahrer mit einem Beifahrer. Das ist nicht nur gefährlich, sondern auch gesetzeswidrig. Und die Straßenverkehrsordnung verlangt von den Fahrern, dass sie mindestens 14 Jahre alt sind und sich an eine 0,5-Promille-Grenze halten. Es ist ein bisschen wie beim Autofahren – nur, dass die vielen jungen Fahrer oft leichtsinnig unterwegs sind.
Bei dem Vorfall in Köln-Chorweiler wird deutlich, dass wir alle ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen sollten. Das gilt nicht nur für die jungen Fahrer, sondern für alle Verkehrsteilnehmer. E-Scooter sind seit dem 15. Juni 2019 im Straßenverkehr zugelassen und versicherungspflichtig. Doch wie viele wissen tatsächlich, welche Regeln für ihre Nutzung gelten? Und wie viele halten sich daran? Ein kurzer Blick auf die Straßen genügt, um die Antwort zu finden.
Die Realität ist, dass die Zahl der E-Scooter auf unseren Straßen stetig steigt. 2023 gab es fast 30 % mehr E-Scooter als im Jahr zuvor. Ob das nun gut oder schlecht ist, darüber lässt sich streiten. Fakt ist, wir müssen alle achtsamer werden. Sonst könnte der nächste Unfall schneller passieren, als man „E-Scooter“ sagen kann.