Stau-Hölle in Brück: Wenn die Nordbrücke zum Verkehrskollaps führt
In Brück ist derzeit wirklich die Hölle los, zumindest wenn man sich auf die Straßen wagt. Die Bonner Nordbrücke der Autobahn 565 – die wichtigste Ost-West-Verbindung dieser Region – ist seit Anfang Juni für mehr als zwei Jahre komplett gesperrt. Ein massiver Schaden zwingt zur radikalen Entscheidung: Ein Teil der Brücke wird abgerissen und neu gebaut. Vor der Sperrung nutzten täglich über 100.000 Fahrzeuge diese Brücke. Jetzt, wo sie weg ist – naja, könnte man sagen, es ist ein einziges Stau-Chaos.
Die ADAC-Analyse hat einiges ans Licht gebracht: Über die Kennedybrücke (B56) staut sich der Verkehr jetzt deutlich – 93 Stunden Stau stadteinwärts, ein Zuwachs von 66% im Vergleich zu vor der Sperrung. Auch aus der Gegenrichtung gibt’s eine Steigerung um 8% mit 107 Stunden Stau. Die A562 über die Konrad-Adenauer-Brücke hat sich von 16 auf 36 Stunden verdoppelt. Und die B9 Richtung Innenstadt? Da steigt die Stauzeit um 150% von 14 auf 35 Stunden! Man könnte fast meinen, die Autos haben einen neuen Lieblingsplatz gefunden.
Verkehrsstrategie und Ausweichmöglichkeiten
Die A555 zwischen Kreuz Bonn-Nord und Kreuz Köln-Süd zeigt ein ähnliches Bild: Stauzeit stieg um 76% von 38 auf 67 Stunden. Und auch die A4 zwischen Kreuz Köln-Süd und Dreieck Köln-Heumar ist betroffen, mit einem Anstieg um 35% von 78 auf 105 Stunden. Das ist eine Menge Zeit, die man im Stau verbringt – und ehrlich gesagt, wer hat dafür schon Zeit? Der ADAC empfiehlt, die Fahrten im Bonner Stadtgebiet zu überdenken. Vielleicht mal das Rad nehmen? Oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen?
Wenn man die Möglichkeit hat, an Home-Office-Tagen zu arbeiten, sollte man das vielleicht auch in Betracht ziehen – besonders an einem Mittwoch oder Donnerstag, wenn der Verkehr nicht ganz so schlimm ist. Am Wochenende entspannt sich die Verkehrslage glücklicherweise ein wenig, doch die Wochentage sind eine echte Herausforderung.
Mobilität und Verkehr in Zahlen
Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass der Verkehr in Deutschland ein riesiges Thema ist. Das Standardwerk „Verkehr in Zahlen“ (ViZ) bietet seit über 50 Jahren aktuelle Informationen zu Mobilität und Verkehr. Es umfasst alles Mögliche – von Investitionen in die Infrastruktur bis hin zu Unfällen und Emissionen. Jährlich herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, ist es ein wahres Kompendium, das auch den europäischen Vergleich nicht scheut. Die Daten sind ein wertvolles Werkzeug für die Planung und Entwicklung unserer Verkehrsnetze.
Man kann die aktuelle Ausgabe sogar kostenlos im PDF-Format herunterladen. Wer sich die Taschenbuchausgabe zulegen möchte, findet diese auf der Webseite des Kraftfahrt-Bundesamts. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen täglich von A nach B wollen, und wie wichtig es ist, dass die Infrastruktur mitwächst und sich anpasst.
