Frischer Wind im Traditionslokal: Jan Luca Jansen übernimmt „Zum Jan“
Die Kölner Traditionskneipe „Zum Jan“ hat einen neuen Besitzer: Jan Luca Jansen. Ein Name, der in der Stadt bereits einen Klang hat. Hier, in der Thieboldsgasse, unweit des Neumarkts, wird seit 1975 der kölsche Geist hochgehalten. Doch nach der Schließung am Aschermittwoch, die kurz nach dem Rückzug des ehemaligen Betreibers, Sascha Floss-Sistemich, angekündigt wurde, war es Zeit für frischen Wind. Der Reiterkorps „Jan von Werth“, der Eigentümer der Gaststätte, suchte schnell nach einem Nachfolger. Und schließlich fand man ihn in Jan Luca Jansen, der bereits Erfahrung mit Traditionskneipen hat – 2021 übernahm er das Wirtshaus „Spitz“.
Jansen, der schon als kleiner Junge mit der Kindertanzgruppe der Ehrengarde der Stadt Köln begann und 12 Jahre lang tanzte, war dem „Zum Jan“ nicht fremd. Das Reiterkorps war dort oft zu Gast. In den letzten Jahren hatte es allerdings einige Pächterwechsel gegeben, und viele Betreiber hielten es nur kurz aus. Vor vier Jahren überlegte Jansen bereits, das „Zum Jan“ zu übernehmen, entschied sich dann aber dagegen. Doch vor zwei Monaten bewarb er sich als neuer Pächter und erhielt Anfang Juni die Zusage. Die Aufräum- und Umbauarbeiten laufen bereits, auch wenn ein genaues Datum für die Wiedereröffnung noch nicht feststeht. Jansen plant jedoch, Mitte oder Ende Juli, spätestens zum 1. oder 15. August zu eröffnen. Und das soll groß gefeiert werden – mit einem Eröffnungsabend, der es in sich hat.
Ein neues Kapitel für „Zum Jan“
Die Übernahme sieht Jansen als Herausforderung, die er mit Unterstützung seiner Familie und langjährigen Mitarbeitenden angeht. Geplant ist eine Synergie zwischen den beiden Lokalen „Spitz“ und „Jan“. Das Speisenangebot im „Jan“ wird sich stark an der Karte des „Spitz“ orientieren und kölsches Essen in den Fokus rücken. Ein wahres Fest für die Sinne! Und während Jansen seine Zeit zwischen den beiden Gaststätten aufteilt, bleibt die Vorfreude auf das, was da kommen mag, greifbar.
Doch das ist nicht die einzige Neuigkeit aus der Kölner Gastro-Szene. Im Belgischen Viertel wird das neue Brauhaus „Marie & Johann“ eröffnet, ein Ort, der das traditionelle kölsche Flair mit modernen Elementen verbindet. Basti Campmann, Sänger der Band Kasalla, hat seine Finger im Spiel und spricht von einem Konzept, das ein „Wohnzimmer für Köln“ schaffen soll. Hier wird nicht nur gut gegessen und getrunken, sondern auch Kultur großgeschrieben. Lesungen, Comedy-Abende, Talkrunden und kleinere Konzerte sind geplant. Die Indirekte Beleuchtung und die warmen Farben verleihen dem Brauhaus ein einladendes Ambiente, perfekt für gesellige Runden.
Kölsches Flair in der Stadt
Köln hat eine lange Tradition, wenn es um Brauhäuser und Gaststätten geht. Klassische rheinische Gerichte finden sich in vielen Lokalen, und die Auswahl ist groß. Wer auf der Suche nach kölscher Küche ist, kann sich zum Beispiel in der „Oma Kleinmann“ verwöhnen lassen, wo die Schnitzel nicht nur groß, sondern auch köstlich sind. Der Bier-Esel, das älteste Muschel-Restaurant der Stadt, lockt mit seiner langen Geschichte und einer Vielzahl an speziellen Zubereitungen. Und wie wäre es mit einem Besuch in der „Brauerei zur Malzmühle“? Hier gibt es das beliebte Mühlen Kölsch und deftige Brauhausküche.
Für jede Vorliebe ist etwas dabei, sei es das „Früh am Dom“ mit seinem besonderen Brauhauskeller oder das „Gaffel am Dom“, wo kölsche Klassiker und frisch gezapftes Kölsch auf die Gäste warten. Die Küche dieser Lokale spiegelt das kölsche Lebensgefühl wider – gemütlich, gesellig und immer mit einem Lächeln.
In Köln tut sich also einiges im Bereich Gastronomie. Mit der Übernahme von „Zum Jan“ durch Jan Luca Jansen und der Eröffnung von „Marie & Johann“ wird die Stadt um zwei spannende Anlaufstellen reicher. Es bleibt abzuwarten, welche kulinarischen und kulturellen Höhenflüge uns hier erwarten werden.
