Bühnenpolitik in Köln: Andrea Blome bleibt als Schlüssel zur kulturellen Sanierung
Die Kölner Stadtpolitik hat in den letzten Tagen für einige Überraschungen gesorgt. Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) hat sich entschieden, die ursprünglich geplanten Personalwechsel im Rathaus zu überdenken. Insbesondere betrifft dies die Ordnungsdezernentin und Stadtdirektorin Andrea Blome (66), die nun bis Ende 2026 als Technische Betriebsleiterin der Bühnen-Sanierung am Offenbachplatz bleibt. Blome, die 2017 von der CDU als Verkehrsdezernentin nach Köln geholt wurde, wird noch ein halbes Jahr nach ihrem bevorstehenden Ruhestand am 30. Juni 2026 in dieser Position tätig sein.
Ursprünglich wollte Burmester Blome durch den ehemaligen Baudezernenten Markus Greitemann (66) ersetzen. Doch dieser Plan stieß auf Widerstand im Stadtrat und wurde schließlich fallengelassen. Die Hintergründe dieser Entscheidung sind etwas nebulös, aber klar ist: Blome selbst zeigt sich erfreut über die neue Entwicklung und die Möglichkeit, die Sanierungsarbeiten an den Kölner Bühnen weiterzuführen. Herr Greitemann, der bis Mai als Baudezernent tätig war und danach in den Ruhestand ging, wird jedoch nicht mehr aktiv auf der Baustelle mitwirken.
Personalien und Pläne
Die Verwaltung plant nun, einen neuen Vertrag für Blome auszuarbeiten, der ihr Gehalt auf etwa 5.000 Euro monatlich anpassen soll – das ist die Summe, die Greitemann ursprünglich gefordert hatte. Während Blome als Dezernentin 12.909,07 Euro monatlich verdient, erhält sie zusätzlich rund 1.000 Euro für ihre Rolle als Betriebsleiterin. Es wird erwartet, dass der Vertrag schnellstmöglich dem Rat vorgelegt wird, um die Kontinuität und Stabilität in der Leitung der Bühnen zu gewährleisten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Rückkehr der Bühnen an den Offenbachplatz, die mit einem großen Fest im September 2026 gefeiert werden soll. Die Gesamtkosten für die umfassende Sanierung betragen rund 1,465 Milliarden Euro. Ein Festakt ist für den 24. September 2026 geplant, und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Bernd Streitberger, der langjährige Betriebsleiter, zieht sich aus gesundheitlichen Gründen zurück, was die Dringlichkeit von Blomes Fortführung in ihrer Rolle zusätzlich unterstreicht.
Ein Jahr voller Herausforderungen
Blomes reguläre Amtszeit als Stadtdirektorin endet am 31. Dezember 2024, doch durch die Vertragsverlängerung bis Ende 2026 wird sie weiterhin eine zentrale Figur in der städtischen Kulturpolitik bleiben. Es ist entscheidend, dass die Arbeiten an den Bühnen, darunter Oper, Schauspiel, Kinderoper und das Kleine Haus, zum Abschluss kommen. Die Verzögerungen in der Sanierung haben die Stadt und deren Kulturleben stark beeinflusst, und viele warten gespannt auf die Wiedereröffnung.
Die Stadtsprecher betonen, dass es wichtig sei, einen erneuten Wechsel in der Leitung zu vermeiden. Dies zeigt sich auch daran, dass die Verwaltung am Montag im Hauptausschuss und am 16. Dezember im Rat über die Vertragsverlängerung beraten wird. Blome wird auch weiterhin Teil der vierköpfigen Bühnen-Leitung sein, während ein externer Projektmanager die täglichen Abläufe leitet.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in der Kölner Stadtpolitik weiterentwickelt. Eines ist sicher: Die kommenden Monate werden entscheidend für die Kultur und die Bühnen der Stadt sein, und mit Andrea Blome an der Spitze könnte die Rückkehr an den Offenbachplatz ein voller Erfolg werden.
